BEST PRACTICE

Wie KI den Mittelstand unterstützt

Dirk Brandes (links), Senior PR Manager, und Patrice Geiger (rechts), Vice President Sales bei Empolis Information Management GmbH

Empolis bietet innovative Softwarelösungen auf Basis von Künstlicher Intelligenz für den Mittelstand

Intelligente Softwarelösungen von Empolis ermöglichen mittelständischen Unternehmen eine zukunftsorientierte Ausrichtung. Fotos: Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kaiserslautern / A. Sell



Intelligente Softwarelösungen von Empolis ermöglichen mittelständischen Unternehmen eine zukunftsorientierte Ausrichtung. Fotos: Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kaiserslautern / A. Sell


Dirk Brandes (links), Senior PR Manager, und Patrice Geiger (rechts), Vice President Sales bei Empolis Information Management GmbH

Dirk Brandes (links), Senior PR Manager, und Patrice Geiger (rechts), Vice President Sales bei Empolis Information Management GmbH

Die Empolis Information Management GmbH, mit Hauptsitz am Technologiestandort Kaiserslautern, entwickelt intelligente Softwarelösungen auf Basis von Künstlicher Intelligenz. Dabei liegt der Fokus auf intelligenten Assistenzsystemen, die zur Entscheidungsfindung genutzt werden können. Das betrifft sowohl einfache Fragestellungen als auch komplexe Sachverhalte. Spezialisiert ist der Softwareanbieter auf verarbeitendes Gewerbe, Gesundheitswesen sowie Behörden und Verwaltung. „Wir helfen unseren Kunden mithilfe von Künstlicher Intelligenz die richtigen Entscheidungen zu treffen“, erklärt Patrice Geiger, VP Sales bei Empolis. „Unsere Softwarelösungen verbessern den Service unserer Kunden und ermöglichen ihnen neue digitale Geschäftsmodelle. Allerdings ist nicht jeder Kunde bereits in der Lage, ein digitales Geschäftsmodell umzusetzen. Aber wir unterstützen dabei, gemeinsam mit dem Kunden diesen Weg zu beschreiten“, so Geiger weiter.

Wissensmanagement und Service als Erfolgsfaktor

Mit dem Fokus auf Service und auch Wissensmanagement setzt Empolis auf ein Thema, das immer wichtiger für Unternehmen, vor allem aus dem Mittelstand, wird. „Wissensmanagement ist insofern sehr interessant, weil immer mehr Mitarbeiter aufgrund ihres Alters aus den Unternehmen ausscheiden und dadurch ein Wissensverlust entsteht. Es gibt viele Untersuchungen dazu – u.a. von Trendscanner – die voraussagen, dass im Jahr 2020 täglich ca. 2.500 Erwerbstätige aus den Unternehmen in Deutschland ausscheiden werden. Daher ist es eine große Aufgabe, das Wissen im Unternehmen zu sichern, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben“, erklärt Geiger. „Außerdem ist es heutzutage weitaus schwieriger, sich allein durch Know-how oder Technologien vom Markt abzuheben. Mittlerweile sind die Produkte sehr ähnlich, egal ob aus dem In- oder Ausland. Und genau deshalb sind wir der Meinung, dass zukünftig ein starker Fokus auf dem Service liegen wird, denn darüber kann sich ein Unternehmen sehr gut differenzieren“, fügt er hinzu.
„Im B2C-Bereich erwarten die Kunden schon heute einen guten Service. Das färbt nun auch auf den B2B-Bereich ab. Im verarbeitenden Gewerbe heißt das konkret: Die erste Maschine wird wahrscheinlich noch über den Vertrieb verkauft. Die folgenden Maschinen verkauft man wohl eher über den erbrachten Service. Deswegen sind wir uns sicher, dass Service und ein gutes Wissensmanagement für die Industrie wettbewerbsentscheidend in den nächsten Jahren sein werden“, ergänzt der VP Sales.

Mit ihrer Wissensmanagementplattform setzt Empolis einen wichtigen Maßstab zur digitalen Informationsbereitstellung.

Mit ihrer Wissensmanagementplattform setzt Empolis einen wichtigen Maßstab zur digitalen Informationsbereitstellung.

Wissensmanagement im Mittelstand

Gerade Servicetechniker vor Ort haben oft das Problem, dass sie bei Reparatur oder Wartung die dafür benötigten Informationen in Handbüchern oder Anleitungen nicht finden, für die Suche zu lange brauchen oder bei fehlender Netzabdeckung im Gebäude oder im ländlichen Raum gar nicht darauf zugreifen können. Das führt zu langwierigen Rückfragen bei der Zentrale und im schlimmsten Fall können sie den Auftrag gar nicht durchführen. Die Folge: Der Kunde ist unzufrieden.
„Wir bieten dafür mit unserer KI-basierten Wissensmanagementplattform Empolis Service Express eine Lösung. Das gesamte Servicewissen im Unternehmen wird an einer zentralen Stelle strukturiert und gebündelt – über alle Datenquellen, Dokumente und Medien hinweg“, so Geiger. Die Informationen können vom Servicetechniker auch offline abgerufen werden Servicetechniker können damit Servicefälle schneller bearbeiten und Probleme schneller lösen. „Das Ganze ist für den Servicetechniker auch ohne große Einarbeitung einfach handzuhaben und da es ein Cloudprodukt ist, ist auch keine aufwendige IT-Infrastruktur notwendig.“

Assistenzsysteme ermöglichen intelligente Datenauswertung

Mit der Anwendung von KI-Technologien bietet Empolis zudem verarbeitenden Unternehmen die Möglichkeit, Maschinendaten auszuwerten. Die ausgelesenen Produkt- bzw. Service-Daten können mithilfe der intelligenten Softwarelösung in Echtzeit analysiert und ausgewertet werden. Bei Wartungs- und Reparatureinsätzen eines Servicemitarbeiters kann diesem sogar ein persönlicher Serviceassistent über Sprachsteuerung zur Verfügung gestellt werden, der ihn durch den Wartungsprozess führt. Das heißt, die KI verarbeitet die Informationen selbstständig und gibt dem bearbeitenden Mitarbeiter die relevanten Informationen weiter. „Assistenzsysteme zur Unterstützung des Menschen spielen eine entscheidende Rolle für kleine und mittlere Unternehmen. Einige Mitarbeiter befürchten, dass die KI ihren Arbeitsplatz ersetzt. Aber genau das ist nicht der Fall. Die neuen Technologien unterstützen den Menschen bei seinen täglichen Arbeiten und erleichtern ihm gewisse Entscheidungen aufgrund der ausgewerteten Daten“, verdeutlicht Geiger.
Das wird an einem konkreten Beispiel deutlich. „Ein Kunde von uns betrachtet mithilfe unserer Software seine Maschinendaten in Echtzeit und sobald ein Bauteil einer Baugruppe droht auszufallen, dann gibt die Software einen entsprechenden Hinweis. Somit ist genügend Zeit, den Servicetechniker zu informieren, der das Bauteil austauscht, bevor es zum Stillstand der Produktion kommt“, fügt Geiger hinzu. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz können die Kosten von unerwarteten Produktionsausfällen minimiert werden.
Auch bei digitalen Geschäftsmodellen ist das Thema Wissensmanagement von hoher Relevanz. Zunächst muss erfasst werden, wo steht der Kunde und welche Ziele möchte er erreichen. Danach müssen alle Informationen zu Prozessen zur Verfügung gestellt werden, um anschließend ein digitales Geschäftsmodell zu entwickeln.

Transformation zum digitalen Unternehmen

Empolis hilft nicht nur ihren Kunden sich mit innovativen Softwarelösungen digital aufzustellen, um am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, auch das Softwareunternehmen selbst hat eine digitale Transformation durchlaufen. „Im Jahr 2017 haben wir uns selbst digital transformiert. Jeder geht davon aus, dass ein Softwareunternehmen digital aufgestellt ist. Früher lag unser Fokus auf Projektmanagement mit der Betreuung von großen IT-Projekten. Mittlerweile haben wir uns zu einem Cloudanbieter transformiert. Doch es reicht nicht aus nur Cloudprodukte anzubieten, wir wollten uns auch selbst digital aufstellen. „Digital“ ist eine Einstellung und diese muss sich auch auf das gesamte Unternehmen übertragen“ , erklärt Dirk Brandes, Senior PR Manager bei Empolis. Diese bedeutende Aufgabe hat Empolis mit der Managementmethode OKR (Objectives and Key Results) bewältigt. „Es wird nichts von oben vorgegeben, sondern die Mitarbeiter werden von Anfang an miteinbezogen und können gerne eigene Vorschläge einbringen. Alles ist viel transparenter gestaltet, auch die Ziele der einzelnen Bereiche sind für jeden Mitarbeiter einsehbar, sei es Marketing, Development oder Vertrieb. Seit 2017 wird diese Unternehmenskultur aktiv bei uns gelebt und dafür haben wir auch schon eine Auszeichnung verliehen bekommen – den 3. Platz beim Digital Leader Award 2018 in der Kategorie „Transform Culture“. Als mittelständisches Softwareunternehmen haben wir am besten abgeschnitten“, berichtet Brandes stolz.

Alternative Raumkonzepte bieten den Mitarbeitern von Empolis Raum für den kreativen Austausch untereinander.
Alternative Raumkonzepte bieten den Mitarbeitern von Empolis Raum für den kreativen Austausch untereinander.

Alternative Raumkonzepte bieten den Mitarbeitern von Empolis Raum für den kreativen Austausch untereinander.


Über das Unternehmen: Empolis Information Management GmbH

Empolis Information Management GmbH

Unternehmenssitz: Kaiserslautern
Mitarbeiter: 210
Gegründet: 2012

Empolis Information Management GmbH ist einer der Pioniere der KI in Deutschland. Die Software von Empolis steht für die ganzheitliche Erstellung, Verwaltung, Analyse, intelligente Verarbeitung und Bereitstellung aller für einen Geschäftsprozess relevanten Informationen – unabhängig von Quelle, Format, Nutzer, Ort und Device. Die in einem Component Content Management System erstellten und verwalteten Inhalte werden dabei mit dem in einem Knowledge Management System hinterlegten oder generierten Wissen über Produkte, Kunden, deren Profile, Lieferanten uvm. zu intelligenten, smarten Inhalten kombiniert, um so einen Mehrwert aus Information zu schaffen. Entscheider, Experten, Mitarbeiter und Kunden erhalten so stets situations- und aufgabengerecht genau das Wissen, das für ihre Arbeit relevant ist. Empolis setzt in seinen Lösungen auf innovative Technologien der Künstlichen Intelligenz, die es ihren Kunden ermöglicht, neue Services im Bereich Big Data Analytics zu nutzen oder neue Geschäftsmodelle zu erproben bzw. anzupassen. https://www.empolis.com/

Autorin: Jasmine Grawunder