Alle Artikel mit dem Schlagwort: Mittelstand

Künstliche Intelligenz im Mittelstand – Anwendungsbeispiele und Demonstration

Künstliche Intelligenz wird in den nächsten Jahren deutlich an Relevanz gewinnen. Nicht nur Hightech-Riesen können davon profitieren, sondern auch der Mittelstand. Wir bieten Ihnen einen Einblick in die Grundlagen dieser Technologie. Hierzu laden wir Sie ein, zunächst auf der Lern- und Aktionsplattform LEA unseren Kurs “Künstliche Intelligenz im Mittelstand” zu besuchen. Im Workshop bauen wir hierauf auf und erarbeiten im Kreis der Teilnehmer mögliche Einsatzszenarien im Mittelstand. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung bis spätestens 24. November 2020 wird gebeten. Referent Keran Sivalingam Zielgruppe Geschäftsleitungen, Führungskräfte, IT-Spezialisten und Digitalisierungsbeauftragte Veranstaltungsort Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kaiserslautern, Trippstadter Straße 122, 67663 Kaiserslautern

Mittelstand-Digital Kongress 2020

Unter dem Titel „Digitalisierung – gestärkt durch die Krise“ findet am 27. Oktober von 13:30 bis 16:15 Uhr der Mittelstand-Digital Kongress 2020 als Live-Stream aus dem Forum Digitale Technologien in Berlin statt. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie stellt die diesjährige Veranstaltung besonders die Frage nach dem unternehmerischen Nutzen von digitalen Anwendungen in den Mittelpunkt. Mit außergewöhnlichen Praxisbeispielen aus verschiedenen Branchen zeigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren, wie durch den Einsatz von digitaler Technologie sich die Resilienz von Unternehmen verbessert. Über Live-Schaltungen zu Demonstrationsorten in ganz Deutschland zeigen die Kompetenzzentren Digitalisierung zum Anfassen. In praxisnahen Diskussionsrunden wird darüber gesprochen, was die Digitalisierung im Betriebsalltag wirklich bringt und wie es nach Corona weitergeht. Der Kongress findet in diesem Jahr erstmals im Online-Format statt. Lassen Sie sich von einer Mischung aus Filmen und Live-Schaltungen sowie Diskussionsrunden aus dem Forum Digitale Technologien in Berlin zur Digitalisierung inspirieren. Die Online-Teilnahme ist kostenfrei. Weitere Informationen zur Veranstaltung und den Anmeldelink finden Sie hier

Die Geschäftsleiter Helene Dax (mi.) und Frank Schmitz (re.) zusammen mit Christian Olszewksi (li.), der sich um die Digitalisierung im Unternehmensverbund kümmert. 


Ganzheitliche Digitalisierung aller Geschäftsprozesse

Der Dax-Firmenverbund aus Cochem digitalisiert die Blechverarbeitung vom Auftragseingang bis zur Auslieferung Dass man sich bei der Dax Unternehmensgruppe in Cochem mit Digitalisierung auseinandersetzt, ist für den Metallverarbeitungsbetrieb selbstverständlich. „Digitalisierung an sich ist nichts Außergewöhnliches. Es ist wie eine Technologie, die man nutzen kann. Und das tun wir“, erklärt Geschäftsleiter Frank Schmitz. Zusammen mit Helene Dax leitet er den Firmenverbund, der aus den drei Unternehmen Dax MetallForm, Dax MetallSchutz und Intro besteht. Helene Dax ist im Jahr 1991 in das Unternehmen ihrer Eltern eingestiegen, die eigentlich eine Schlosserei betrieben und viele Kunden in den nahen Weinbergen an der Mosel hatten. 1997 übernahm sie dann das Unternehmen und entwickelte es weiter zum heutigen Betrieb Dax MetallForm, der sich auf Blechbearbeitung spezialisierte. „Wir haben schnell gemerkt, dass die reine Blechfertigung als Geschäftsmodell sehr schwierig ist, da im Markt große Konkurrenz herrscht. Deswegen haben wir versucht, dem Kunden mehr Dienstleistungen anzubieten und so einen Komplettservice bieten zu können“, sagt Helene Dax. Zu den Dienstleistungen zählen unter anderem die 3D-Konstruktion von Produkten sowie deren Design. Um die Dienstleistungen in …

Markus Debo, Geschäftsführer von Debo Agarservice. 


Digitale Bewirtschaftung von Feldern und Weinbergen

Das Lohnunternehmen Debo Agrarservice setzt auf GPS und eine digitale Schlagkartei Das Lohnunternehmen Debo Agrarservice aus Nieder-Olm ist aus dem landwirtschaftlichen Familienbetrieb der Familie Debo entstanden und hat mittlerweile acht Mitarbeiter. Markus Debo, der Geschäftsführer des Unternehmens, ist gelernter Winzer und hat sich schon während der Ausbildung sehr für die Arbeit im Feld und in den Weinbergen interessiert. „In der Meisterschule haben meine Kommilitonen mehr Interesse an der Vermarktung des Weins gezeigt. Mir hingegen war klar, dass ich mich auf die landwirtschaftliche Arbeit spezialisieren möchte. Heute sind fast alle meine ehemaligen Kommilitonen auch Kunden von uns“, erzählt Debo. Das Lohnunternehmen wurde 2005 gegründet und bedient rund 500 Kunden in Rheinhessen. Als Dienstleistung übernimmt Debo Agrarservice für Winzer und Landwirte die Komplettbewirtschaftung von Weinbergen und Feldern. Das Lohnunternehmen führt alle anfallenden Maschinenarbeiten aus: von der Bodenbearbeitung über GPS-Pflanzung und Pflanzenschutz bis hin zur Ernte (Trauben oder Getreide). Rheinhessen ist bekannt für seine Weine, darum liegt auch der Fokus des Betriebs stärker auf Weinbau und den anfallenden Arbeiten wie Rebschnitt, Entlauben, Vorschnitt oder Traubenlese. Um Kundenwünsche zu …

Die Geschäftsführung von Hytrade24 GmbH: Elke Frank und Andreas Klöss

Digitaler Marktplatz rund um die Welt der Hydraulik

Das herstellerunabhängige Business-Portal Hytrade24 steht für Variantenvielfalt und Service Hytrade24 GmbH bietet eine digitale B2B-Plattform (Business-to-Business) für die Hydraulikbranche an. Der Begriff „Hytrade24“ verdeutlicht, dass 24 Stunden am Tag Hydraulik-Komponenten gehandelt werden können (Hy = Hydraulik; Trade = Handel; 24 = 24 Stunden). Die beiden Gründer, Elke Frank und Andreas Klöss, möchten ihr Portal in dem Nischenmarkt der Hydraulik als erste Anlaufstelle für Kunden und Anbieter etablieren. Besonders der Service-Gedanke spielt eine große Rolle des digitalen Geschäftsmodells, denn auf der Online-Plattform können in einer Art Marktplatz nicht nur Produkte gefunden werden, sondern auch Stellenausschreibungen, News und Events. Ähnlich eines Social-Media-Kanals soll Hytrade24 somit die Community der professionellen Hydrauliker miteinander vernetzen. „Um die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Handels im Bereich der Hydraulik zu sichern, haben wir diesen Schritt in die Onlinewelt gewagt. Auch im technischen Bereich ist die von immer größerer Relevanz“, so Frank. Unterstützung bei der Entwicklung von Hytrade24 hatten die beiden Gründer von dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kaiserslautern. In einer Ideenwerkstatt wurden die Chancen und Risiken rund um das digitale Geschäftsmodell erarbeitet. „Der Workshop mit dem …

Jörg Lindemans, Prokurist und Betriebsleiter; Maximilian Lehnen, Projektleiter des Digitalisierungsprojekts mit dem Kompetenzzentrum Kaiserslautern

Vollautomatisierte Pressen in Losgröße 1

Die Unternehmenskultur von KOMAGE Gellner Maschinenfabrik KG verbindet Soziales mit Digitalisierung Die KOMAGE Gellner Maschinenfabrik KG ist ein Familienunternehmen, das bereits seit 111 Jahren Pulverpressen herstellt. In Kell am See im Hunsrück legt das traditionsreiche Unternehmen großen Wert auf Nachhaltigkeit. Die Nachhaltigkeit betrifft sowohl die Mitarbeiter und Lieferanten als auch die Kunden und die produzierten Pulverpressen. „Nicht nur der soziale Umgang mit unseren langjährigen Mitarbeitern ist uns wichtig, sondern wir pflegen auch mit unseren Kunden teilweise schon seit 60 Jahren Beziehungen. Wir sind ebenso sehr darauf bedacht, dass unsere Maschinen nachhaltig sind und langfristig funktionieren – es geht uns nicht um kurzfristige Geschäfte“, erzählt die Geschäftsführerin von KOMAGE, Margit Gellner-May. Um diese Nachhaltigkeit in Zukunft zu gewährleisten, setzt das mittelständische Unternehmen auf die Digitalisierung. KOMAGE stellt ihre Pulverpressen für eine Vielzahl an Branchen und Kunden auf der ganzen Welt her. Beispielsweise pressen die Maschinen Pulvermetalle oder Keramik, die für Automobilteile oder den Zahnersatz verwendet werden. Ebenso werden Kohlebürsten produziert, die ihren Einsatz in Elektromotoren finden. Außerdem gehören Industriekeramik, Hartmetalle, Magnete, Salze und weitere Stoffe zu …

Hermann Spanier, Gründer und Geschäftsführer des klassischen Gerüstbauunternehmens Spanier + Wiedemann, zusammen mit seiner Tochter Jeanette Spanier, Gründerin der Startups SCAFFEYE GbR und Moselcopter GmbH

Frauen revolutionieren den Gerüstbau

Klassisches Gerüstbauunternehmen Spanier + Wiedemann KG trifft auf digitale Startups Der Gerüstbau Meisterbetrieb Spanier + Wiedemann KG mit Sitz in Longuich an der idyllischen Mosel wurde 1992 von Hermann Spanier und Holger Wiedemann gegründet. Seitdem hat sich das Unternehmen zu einem deutschlandweit tätigen Betrieb entwickelt. Jeanette Spanier, die Tochter von Hermann Spanier hat sich bereits als Kind für den Gerüstbau begeistert und ist früh in den elterlichen Betrieb eingestiegen. Das Unternehmen befindet sich zurzeit im Generationswechsel: Ende des Jahres wird Hermann Spanier die Geschäftsleitung an seine Tochter übergeben. Jeanette Spanier wird das Unternehmen mit Sebastian Bichler, einem langjährigen Mitarbeiter der Firma Spanier & Wiedemann fortführen. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, eine reine Frauenmannschaft in der Gerüstbaufirma zu etablieren. Helfen soll ihr dabei die Digitalisierung. Denn durch digitale Hilfsmittel wird der körperlich anspruchsvolle Beruf auch für Frauen attraktiver. Steigerung der Arbeitseffizienz durch digitale Startups In der Vergangenheit hatte das Gerüstbauunternehmen häufig Probleme mit fehlenden Planungsunterlagen von Architekten. Das führte zu Ungenauigkeit in der Planung des Gerüsts und somit auch zu erhöhten Kosten bei der …

Alexandra Seidl, Director Marketing der Human Solutions Group. Foto: Human Solutions Group


Digitale 3D-Menschen im Fokus der Produktentwicklung

Die Human Solutions Group treibt mit ihren Software-Lösungen und 3D-Avataren die Digitalisierung in der Fahrzeug- und Modebranche voran Die Human Solutions Group mit Sitz in Kaiserslautern, München, Mailand und Morrisville/USA ist eine Unternehmensgruppe, die mit ihren Software-Lösungen die Fahrzeug- und Bekleidungsbranche digitalisiert und den Menschen in den Mittelpunkt der Produktentwicklung stellt. Im Jahr 2002 hat Dr. Andreas Seidl das Technologie-Unternehmen Human Solutions GmbH gegründet. „Wir sind diejenigen, die mit unseren Lösungen die Digitalisierung in den Unternehmen vorantreiben. Wir haben ein großes Interesse daran, dass sich die Branchen weiterentwickeln“, so Alexandra Seidl, Director Marketing. Mittlerweile besteht die Human Solutions Group aus mehreren Tochterunternehmen mit über 200 Mitarbeitern. Angefangen hat die Human Solutions GmbH mit digitalen Ergonomiesimulationen anhand des 3D-Menschmodells RAMSIS für die Fahrzeugbranche. Im Jahr 2009 wurde die Unternehmensgruppe durch die Assyst GmbH ergänzt und beschäftigt sich seitdem mit Software-Lösungen für die Bekleidungsindustrie. Das dritte Tochterunternehmen wurde erst letztes Jahr gegründet, die Avalution GmbH – ein Unternehmen, das weltweit Reihenmessungen und Bodyscans durchführt, um die Daten für zielgruppengerechte 3D-Avatare zu liefern. Digitale Ergonomiesimulation für Fahrzeuge Human …

Jörg Hammann (links) und Daniel Theurer (rechts), die beiden Ge-schäftsführer von Hammann + Theurer Wassertechnik GmbH.

Smart City: Digitalisierung steigert die Nachhaltigkeit in der Wasserversorgung

Hammann + Theurer Wassertechnik GmbH finden Wasserlecks mit digitalen Technologien Vor mehr als 30 Jahren wurde die Hammann + Theurer Wassertechnik GmbH im idyllischen Bad Bergzabern an der Südlichen Weinstraße von Carl Hammann gegründet. Sein Sohn Jörg Hammann leitet das Unternehmen heute gemeinsam mit seinem Kollegen Daniel Theurer. Die beiden Unternehmer haben in den letzten Jahren enorm in die eigene Zukunft investiert. Der Dienstleister für Wasserversorgung ist nun in vielen Bereichen digital unterwegs – im Büro inklusive des Kundenmanagements, in der internen Kommunikation sowie im Außendienst und beim Aufspüren von Wasserlecks. Trotz aller digitalen Technologien sind sich die Geschäftsführer einig: „Unsere Mitarbeiter mit ihrem Knowhow, ihrer Erfahrung und ihrer Intuition machen den wahren Erfolg unseres Unternehmens aus. Digitalisierung ist bei uns aber ein wichtiges Hilfsmittel zur Unterstützung der Mitarbeiter und zur Verbesserung der Geschäftsprozesse. Durch die Digitalisierung erzielen wir bessere Ergebnisse und erhöhen die Kundenzufriedenheit.“ Wassernachhaltigkeit als Teil der Smart City Das Thema Nachhaltigkeit des Wasserverbrauchs, d.h. kein Wasser zu verschwenden, ist ein wichtiges Anliegen in der Gesellschaft. Somit ist es auch das übergeordnete Ziel …

Martin Beinlich (Geschäftsführer und Inhaber) und seine Frau Carolin Beinlich (Leitung Controlling)

Mit Digitalisierung zur umweltfreundlichen Bewässerung in der Landwirtschaft

Die Beinlich Agrarpumpen und –maschinen GmbH vernetzt den Produktionsablauf und stellt Maschinen in Losgröße 1 her Der letzte Hitzesommer war für viele ein Fluch – für die Beinlich Agrarpumpen und –maschinen GmbH aus Ulmen in der Eifel war er ein Segen. Das Unternehmen stellt individuelle Beregnungsanlagen für die Landwirtschaft her, darunter auch die größte Anlage der Welt mit einer Rohrlänge von über einem Kilometer. Nachdem der Regen im letzten Jahr ausblieb, schnellten die Bestellungen für neue Beregnungsmaschinen in die Höhe. Und auch in Zukunft ist die gute Auftragslage der Firma Beinlich gesichert: Da die Grundwasserpegel noch immer niedrig sind, muss weiterhin viel beregnet werden. Um dem Auftragsansturm gerecht zu werden, setzt das Unternehmen auf eine digitalisierte Produktion. „Die Digitalisierung macht die Arbeit leichter und optimiert die Produktion. Früher haben wir eine Anlage pro Tag gefertigt, heute sind es zwei bis drei“, erläutert Martin Beinlich, Inhaber und Geschäftsführer der gleichnamigen Firma. Er führt das mittelständische Unternehmen seit 2008 in dritter Generation; sein Großvater hat den Betrieb 1956 gegründet. Die Digitalisierung manifestiert sich bei Beinlich in vielfältiger …

Die Seniorchefs Karl-Heinz Carra und Ursula Carra, Verkäuferin Andrea Herzer, der aktuelle Bäckermeister Paul Carra und Juniorchefin Petra Kunz

Online-Brotversand: Tradition mit Moderne verbinden

Bäckerei Kissel verschickt über ihren Onlineshop Backwaren in fast die ganze Welt Die Bäckerei Kissel im rheinland-pfälzischen Reichenbach-Steegen ist ein Traditionsbetrieb, der in dritter Generation von Familie Carra betrieben wird. Eine Bäckerei in der ländlich geprägten Westpfalz zu führen, ist nicht immer ganz einfach. Für die Carras war das der ausschlaggebende Grund, einen Schritt über das klassische Bäckerhandwerk hinaus zu denken: Ein Online-Brotversand bringt zusätzliche Aufträge und macht die Bäckerei international bekannt. Die Idee dazu entstand vor über 10 Jahren: „Wir fahren oft auf Bauern- und Gourmetmärkte im Umkreis von 120 Kilometern. Vor Ort sagen häufig die Kunden: ‚Ach schade, dass ihr nur einmal im Jahr hier seid. Wir würden euer Brot gerne öfter genießen‘“, erzählt Petra Kunz, Enkelin der Bäckereigründer Julius und Ellen Kissel. Sie führt das Unternehmen nun gemeinsam mit ihrem Bruder Paul Carra – dem aktuellen Bäckermeister. Der Vater der beiden und bisheriger Bäckerei-Chef Karl-Heinz Carra hatte damals die passende Antwort für die brothungrigen Marktgäste parat: „Ich kann euch das Brot gerne schicken!“, erklärte er kurzerhand. Damit war die Idee des Brotshops …

Treiben die Digitalisierung bei Lohmann Druck voran (von links): IT-Leiter Oliver Lauterborn, Geschäftsführender Gesellschafter Markus Reher und Geschäftsführer Horst Rollmann.

Digitale Prozessoptimierung im Etikettendruck

Die Lohmann Druck GmbH sichert die eigene Zukunft durch Digitalisierung und Automatisierung der Produktion Inmitten von Weinbergen liegt der Ort Bullay an der idyllischen Moselschleife. Teilweise wirkt es, als sei die Zeit stehen geblieben – jedoch nicht für die Lohmann Druck GmbH, die aus dem Moseltal jeden Tag Millionen von Etiketten in die ganze Welt liefert. 66 Jahre reicht die Geschichte der Druckerei zurück, das Unternehmen wurde nach dem zweiten Weltkrieg gegründet. Damals waren die Hauptkunden von Lohmann die nahen Moselwinzer, die Etiketten für ihre Weinflaschen bestellten. Seitdem hat sich der Absatzmarkt aber gewandelt: „Wir haben heute ein weltweites Publikum und beliefern auch große, internationale Industriebetriebe“, erklärt Markus Reher, Geschäftsführender Gesellschafter von Lohmann Druck. Hergestellt werden sogenannte Nassklebeetiketten, die bei der Befüllung mit einem Leim auf das Glas oder die Verpackung gebracht werden. „Wir haben uns auf kleine und mittlere Losgrößen spezialisiert“, fügt Reher an. Diese reichen von 10.000 Etiketten einer Sorte bis hin zu 15 Millionen. 75 Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Etiketten gefertigt werden, von der digitalen Vorlage über die Bogenerstellung bis hin …

Marcel Sambale-Lergenmüller, Gründer des Startups Vineyard Cloud.

Weinbau goes digital – Vineyard Cloud unterstützt Winzer beim Prozessmanagement

Das Startup Vineyard Cloud modifiziert mit einer App die Arbeit in den Weinbergen Vineyard Cloud GmbH ist ein Startup-Unternehmen aus Burrweiler im Landkreis Südliche Weinstraße, das ein innovatives Programm für Weinbauern entwickelt hat. Der Gründer Marcel Sambale-Lergenmüller erleichtert Winzern mit seiner Vineyard Cloud die Arbeit in den Weinbergen erheblich. Im November 2016 wurde das Startup gegründet und bereits ein Jahr später war die erste Version der Anwendung auf dem Markt erhältlich. Mittlerweile nutzen über 100 Winzer die Vineyard Cloud und das sogar europaweit. Zurzeit nimmt die Digitalisierung im Weinbau immens Fahrt auf. Einige Winzer befürchten, dass sie von einem Computer ersetzt werden könnten. Diese Angst hält Sambale-Lergenmüller für unbegründet: „Auf lange Sicht werden lästige Routinearbeiten im Wingert durch die Digitalisierung wegfallen. Aber der Mensch wird keinesfalls ersetzt. Vineyard Cloud hilft den Winzern, sich wieder vollständig auf das Verkaufen von Wein zu konzentrieren – eben auf ihr wesentliches Hauptgeschäft.“ Flickenteppich und Prozessmanagement im Weinberg Ein Weingut besteht aus sogenannten Flurstücken. Das sind die Flächen in den Weinbergen, in denen die Reben angepflanzt werden. Ein Weingut in …

Den Menschen in ihrer Arbeit mehr Sinn geben – dank Digitalisierung

Künstliche Intelligenz, Algorithmen und Chat Bots: Das Startup Inga beschreitet neue Wege in der Personalbeschaffung Man nehme den Wunsch, etwas zu verändern, eine geniale Idee, fünf Unternehmer, zusammen rund 80 Jahre Berufserfahrung und die Möglichkeiten der Digitalisierung. Diese Zutaten bilden die Erfolgsgeschichte des Startups Inga aus Frankfurt am Main, das im Januar 2019 als GmbH gegründet wurde. Inga zielt darauf ab, die Personalbeschaffung für Unternehmen einfacher, moderner und erfolgreicher zu gestalten. „Digitalisierung hat enorme Potenziale, die Produktivität von Unternehmen zu erhöhen und den Menschen in ihrer Arbeit mehr Sinn zu geben. Sich wiederholendende Tätigkeiten können durch schlaue Maschinen abgelöst werden, die Beschäftigten führen dafür vielseitigere Aufgaben aus“, so Corinna Haas, Gründerin und Chief Executive Officer von Inga. Mitgründer und Chief Product Officer Francisco Otto ergänzt: „Wir sehen in der Digitalisierung die Chance, uns als Gesellschaft im Bereich ‚Arbeit 4.0‘ stark zu verändern. Vielleicht gehen künftig nicht mehr 40 Millionen Menschen in Deutschland jeden Tag einer ‚ganz normalen‘ Tätigkeit, wie wir sie heute kennen, nach, sondern werden völlig andere Aufgaben ausüben. Das ist natürlich auch für …

Firmenchef Kai Ellenberger (links) und Betriebsleiter Peter Manuel führen das 25-köpfige Team an.

Industrie 4.0 sichert Arbeitsplätze

Der CNC-Bearbeiter Ellenberger aus Kaiserslautern zeigt, wie Automatisierung und Digitalisierung seine Wettbewerbsfähigkeit stärken. Die Ellenberger GmbH & Co. KG, die 1983 von Robert Ellenberger gegründet wurde, ist Experte für die automatisierte CNC-Bearbeitung von Präzisionsteilen nach Kundenspezifikationen. Heute sind die rund 25 Beschäftigten unter der Geschäftsführung des Sohnes Kai Ellenberger auf die Zerspanung von Guss, Aluminium, Stahl, Edelmetall und Kunststoff spezialisiert. In Serienfertigung werden v.a. Motor- und Strukturteile aus Gussrohlingen, Hydraulik-Gehäuse für Landmaschinen, Filterelemente für den Anlagenbau sowie Räder und Rollen aus hochwertigem Guss für den weltweiten Einsatz produziert. „Wir verstehen uns als Systemlieferanten, der für den Kunden – sowohl dem Endkunden als auch der Gießerei – den kompletten Fertigungsprozess samt Zerspan-Planung, Werkzeugauslegung, Vorrichtungskonstruktion, Vorrichtungsbau bis hin zur Automatisierung übernimmt und fertige Bauteile liefert“, erklärt Kai Ellenberger. Eine zentrale Rolle, um diese Fertigungstiefe zu gewährleisten, spielen hier die Mitarbeiter. „Für mich heißt es nicht ‚trotz‘ Industrie 4.0 und Automatisierung benötige ich gute Mitarbeiter, sondern ‚gerade deshalb‘ benötige ich gute Mitarbeiter, die als festen Kern alles regeln und die notwendigen Entscheidungen treffen“, erklärt der Geschäftsführer. Dem Fachkräftemangel …

Der Handwerksmeister Markus Glöckner (links) leitet gemeinsam mit seiner Ehefrau Katja Hobler (rechts) den Steinmetzbetrieb.

Der digitale Steinmetz

Der Handwerksbetrieb Natursteine Glöckner setzt innovative Technologien im Büro und auf der Baustelle ein Die saarländische Steinmetz- und Restaurationswerkstatt Natursteine Glöckner gibt es seit 1967. Der Handwerksmeister, Markus Glöckner, hat vor 25 Jahren den elterlichen Betrieb übernommen und leitet ihn zusammen mit seiner Frau, Katja Hobler, die u.a. für das Personalwesen zuständig ist. In dieser Zeit hat sich die Anzahl der Beschäftigten von unter zehn auf 27 erhöht. Zum Hauptgeschäft zählen Restaurierungsarbeiten – von Sandsteinmauern über Häuserfassaden bis hin zu Kirchen. Weitere Steinmetzarbeiten finden im klassischen Grabmalbereich statt. Ein drittes Standbein des Betriebs bilden Bauarbeiten mit Naturstein wie Treppen, Küchenarbeitsplatten oder Bäder. „Das zurzeit bekannteste Objekt, an dem wir arbeiten, ist die alte Abtei in Mettlach. Das ist das Verwaltungsgebäude von Villeroy und Boch. Solche Restaurierungen machen etwa 70 Prozent unserer Aufträge aus. Die Steinmetzarbeiten sind insgesamt sehr vielfältig und auch sehr individuell. Und damit sind wir beim Thema Digitalisierung angelangt. Digitale Hilfsmittel erleichtern uns den Arbeitsalltag sowohl im Büro als auch bei Kunden vor Ort“, so der Handwerksmeister. Handwerk versus Digitalisierung „Wir kommen aus …

Digitales Assistenzsystem nach dem Baukasten-Prinzip

Lösung des Startups MiniTec Smart Solutions zur Mitarbeiterqualifizierung in KMU eingesetzt Das IT-Startup Minitec Smart Solutions wurde im März 2017 gegründet. Die Idee, die der Gründer und Geschäftsführer Dr. Marius Orfgen hatte, drehte sich um Assistenzsysteme. „Ich bringe die Informationen, die ein Mitarbeiter in der Produktion braucht, um seine Aufgabe zu erfüllen, auf eine möglichst einfache Art über Bildschirme oder eine Datenbrille direkt zu ihm“, erklärt Orfgen. Ein solches Assistenzsystem dient als digitale Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Fertigung eines Produktes. „Anstatt einer Papieranleitung, die möglicherweise noch unvollständig ist, habe ich ein digitales System, das über Bilderkennung weiß, was ein Werker gerade tut und ihm aktuelle Information zur Montage zur Verfügung stellt“, ergänzt Orfgen. Verknüpfung von digital und analog Die Firma MiniTec GmbH & Co. KG aus Schönenberg-Kübelberg baut u.a. klassische Handarbeitsplätze für die manuelle Montage in der Produktion. Orfgen hat in der Technologie-Initiative SmartFactory KL e.V. promoviert und in diesem Zusammenhang an der vollautomatisierten, herstellerunabhängigen Industrie 4.0-Produktionsanlage der SmartFactory-KL mitgearbeitet. Die Forschungsergebnisse aus der digitalen Produktionsanlage hat er in das Startup mit eingebracht und so war die …

Digitales Wissensmanagement als Pilotprojekt

PS Automation GmbH sorgt für einen durchgängigen Informationsfluss zwischen den Abteilungen Seit fast 30 Jahren produziert die PS Automation GmbH Stellantriebe zur Steuerung und Regelung von Armaturen für strömende Medien aller Art, wie Dampf oder Flüssigkeiten. Solche Antriebe stellen den Betrieb von Gebäudetechnik und Industrieanlagen rund um die Uhr sicher. Die Stellantriebe aus Bad Dürkheim in der Pfalz sind weltweit im Einsatz: Sie bewegen die gläsernen Wendeflügel in der Fassade der Hamburger Elbphilharmonie, verrichten ihren Dienst in türkischen Sodafabriken und sorgen am Flughafen von Abu Dhabi für Kühlung. Entsprechend groß ist das Produktportfolio des Familienunternehmens, und die Anzahl der Varianten durch spezielle Kundenwünsche steigt stetig. Für PS Automation bedeutet Digitalisierung, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten. „Die hohe Variantenvielfalt der Antriebe stellt uns vor die Herausforderung, dass die Mitarbeiter der Produktion viele Fertigungsschritte anhand bestehender Dokumentationen in Papierform ausführen müssen“, beschreibt Andreas Göpel, Betriebsleiter von PS Automation, die Situation in der Fertigung. Aus diesem Grund gab es ein digitales Pilotprojekt zur Einführung eines Wissensmanagementsystems, um den Mitarbeitern an ihren Arbeitsstationen die spezifischen Produktinformationen zur Verfügung …

Geschäftsführer Peter Zöller (Mitte), IT-Leiter Alexander Schwarz (links) und Leiter Supply Chain Sascha Weckmüller (rechts) treiben die Digitalisierung des Unternehmens voran.

Digitale Prozesse und schlanke Kommunikation

Wie DiaSys die Diagnostika-Welt vernetzen will Digitalisierung bedeutet Kulturwandel Zöller beschreibt die derzeitigen Aktivitäten des Unternehmens: „Wir sind aktiv dabei, unsere Prozesse zu digitalisieren und die Kommunikation zu beschleunigen“. Einerseits werden technische Prozesse auf den Stand der digitalen Technik gebracht; andererseits wurde jüngst eine Kollaborationsplattform – der sogenannte Collaboration Room – eingeführt, um die Kommunikation des international agierenden Unternehmens zu vereinfachen und näher an die Echtzeit heranzuholen. Auch auf Social Media – LinkedIn, Xing, YouTube und Facebook – ist das Unternehmen aktiv und umfassend vertreten „All dies ermöglicht uns neue Formen der Zusammenarbeit, wie wir sie noch nicht kannten. Wir sind stolz drauf, dass wir das im Team umsetzen. Es bedarf einen Kulturwandel, den wir bisher so noch nicht erlebt haben. Da ist es besonders wichtig, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu involvieren und frühzeitig abzuholen“, so der Geschäftsführer. Vertreter von DiaSys hatten am Readiness Check „Digitalisierung“ des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Kaiserslautern teilgenommen und ihre Ergebnisse in einer Sprechstunde mit den Experten des Zentrums diskutiert. Auf diesem Wege wurde weiteres Potenzial für das in Sachen Digitalisierung schon …

Geschäftsführer von POLY-TOOLS

Datenvernetzung in Produktion, Konstruktion und Vertrieb

POLY-TOOLS bennewart GmbH involviert alle Unternehmensbereiche in Digitalprojekte Das Unternehmen aus Donsieders in der Nähe von Kaiserslautern und Pirmasens ist in einem sehr speziellen Markt tätig – dem Blasformenbau oder auch Blaswerkzeugbau genannt. Individuelle Formen für Kanister im Bereich von 3 Liter bis 30 Liter gehören zu dem Hauptgeschäft der POLY-TOOLS bennewart GmbH. „Deutschlandweit gibt es nur wenige Hersteller von Blaswerkzeugen. Der Grund dafür ist, dass aufwendige Einzelanfertigungen nach den Wünschen der Kunden herstellt werden, für die sehr viel Know-how benötigt wird“, so Arnold Schura, Geschäftsführer von POLY-TOOLS. Schura hat die Vision einer papierlosen Fertigung. Dadurch möchte er Zeit und Ressourcen beim Herstellen der Blasformen sparen. „Das ist kein Selbstzweck, sondern Digitalisierung bedeutet Effizienzsteigerung. Wir gehen mit der Zeit und optimieren so unsere Prozesse. In unserer Branche gehören wir zu den Vorreitern in Sachen Digitalisierung“, erläutert er. 
Datenauswertung in der Produktion und Vernetzung mit Konstruktion Laut dem Leiter des Qualitätsmanagements von POLY-TOOLS, Jürgen Oppermann, spielt eine besonders wichtige Rolle die Datenanalyse in der Produktion – also dass Maschinendaten ausgewertet werden. „Somit resümieren wir, wie es …