Alle Artikel mit dem Schlagwort: Mittelstand 4.0

Die Geschäftsführung von Hytrade24 GmbH: Elke Frank und Andreas Klöss

Digitaler Marktplatz rund um die Welt der Hydraulik

Das herstellerunabhängige Business-Portal Hytrade24 steht für Variantenvielfalt und Service Hytrade24 GmbH bietet eine digitale B2B-Plattform (Business-to-Business) für die Hydraulikbranche an. Der Begriff „Hytrade24“ verdeutlicht, dass 24 Stunden am Tag Hydraulik-Komponenten gehandelt werden können (Hy = Hydraulik; Trade = Handel; 24 = 24 Stunden). Die beiden Gründer, Elke Frank und Andreas Klöss, möchten ihr Portal in dem Nischenmarkt der Hydraulik als erste Anlaufstelle für Kunden und Anbieter etablieren. Besonders der Service-Gedanke spielt eine große Rolle des digitalen Geschäftsmodells, denn auf der Online-Plattform können in einer Art Marktplatz nicht nur Produkte gefunden werden, sondern auch Stellenausschreibungen, News und Events. Ähnlich eines Social-Media-Kanals soll Hytrade24 somit die Community der professionellen Hydrauliker miteinander vernetzen. „Um die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Handels im Bereich der Hydraulik zu sichern, haben wir diesen Schritt in die Onlinewelt gewagt. Auch im technischen Bereich ist die von immer größerer Relevanz“, so Frank. Unterstützung bei der Entwicklung von Hytrade24 hatten die beiden Gründer von dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kaiserslautern. In einer Ideenwerstatt wurden die Chancen und Risiken rund um das digitale Geschäftsmodell erarbeitet. „Der Workshop mit dem …

Jörg Lindemans, Prokurist und Betriebsleiter; Maximilian Lehnen, Projektleiter des Digitalisierungsprojekts mit dem Kompetenzzentrum Kaiserslautern

Vollautomatisierte Pressen in Losgröße 1

Die Unternehmenskultur von KOMAGE Gellner Maschinenfabrik KG verbindet Soziales mit Digitalisierung Die KOMAGE Gellner Maschinenfabrik KG ist ein Familienunternehmen, das bereits seit 111 Jahren Pulverpressen herstellt. In Kell am See im Hunsrück legt das traditionsreiche Unternehmen großen Wert auf Nachhaltigkeit. Die Nachhaltigkeit betrifft sowohl die Mitarbeiter und Lieferanten als auch die Kunden und die produzierten Pulverpressen. „Nicht nur der soziale Umgang mit unseren langjährigen Mitarbeitern ist uns wichtig, sondern wir pflegen auch mit unseren Kunden teilweise schon seit 60 Jahren Beziehungen. Wir sind ebenso sehr darauf bedacht, dass unsere Maschinen nachhaltig sind und langfristig funktionieren – es geht uns nicht um kurzfristige Geschäfte“, erzählt die Geschäftsführerin von KOMAGE, Margit Gellner-May. Um diese Nachhaltigkeit in Zukunft zu gewährleisten, setzt das mittelständische Unternehmen auf die Digitalisierung. KOMAGE stellt ihre Pulverpressen für eine Vielzahl an Branchen und Kunden auf der ganzen Welt her. Beispielsweise pressen die Maschinen Pulvermetalle oder Keramik, die für Automobilteile oder den Zahnersatz verwendet werden. Ebenso werden Kohlebürsten produziert, die ihren Einsatz in Elektromotoren finden. Außerdem gehören Industriekeramik, Hartmetalle, Magnete, Salze und weitere Stoffe zu …

Dirk Brandes (links), Senior PR Manager, und Patrice Geiger (rechts), Vice President Sales bei Empolis Information Management GmbH

Wie KI den Mittelstand unterstützt

Empolis bietet innovative Softwarelösungen auf Basis von Künstlicher Intelligenz für den Mittelstand Die Empolis Information Management GmbH, mit Hauptsitz am Technologiestandort Kaiserslautern, entwickelt intelligente Softwarelösungen auf Basis von Künstlicher Intelligenz. Dabei liegt der Fokus auf intelligenten Assistenzsystemen, die zur Entscheidungsfindung genutzt werden können. Das betrifft sowohl einfache Fragestellungen als auch komplexe Sachverhalte. Spezialisiert ist der Softwareanbieter auf verarbeitendes Gewerbe, Gesundheitswesen sowie Behörden und Verwaltung. „Wir helfen unseren Kunden mithilfe von Künstlicher Intelligenz die richtigen Entscheidungen zu treffen“, erklärt Patrice Geiger, VP Sales bei Empolis. „Unsere Softwarelösungen verbessern den Service unserer Kunden und ermöglichen ihnen neue digitale Geschäftsmodelle. Allerdings ist nicht jeder Kunde bereits in der Lage, ein digitales Geschäftsmodell umzusetzen. Aber wir unterstützen dabei, gemeinsam mit dem Kunden diesen Weg zu beschreiten“, so Geiger weiter. Wissensmanagement und Service als Erfolgsfaktor Mit dem Fokus auf Service und auch Wissensmanagement setzt Empolis auf ein Thema, das immer wichtiger für Unternehmen, vor allem aus dem Mittelstand, wird. „Wissensmanagement ist insofern sehr interessant, weil immer mehr Mitarbeiter aufgrund ihres Alters aus den Unternehmen ausscheiden und dadurch ein Wissensverlust entsteht. …

Hermann Spanier, Gründer und Geschäftsführer des klassischen Gerüstbauunternehmens Spanier + Wiedemann, zusammen mit seiner Tochter Jeanette Spanier, Gründerin der Startups SCAFFEYE GbR und Moselcopter GmbH

Frauen revolutionieren den Gerüstbau

Klassisches Gerüstbauunternehmen Spanier + Wiedemann KG trifft auf digitale Startups Der Gerüstbau Meisterbetrieb Spanier + Wiedemann KG mit Sitz in Longuich an der idyllischen Mosel wurde 1992 von Hermann Spanier und Holger Wiedemann gegründet. Seitdem hat sich das Unternehmen zu einem deutschlandweit tätigen Betrieb entwickelt. Jeanette Spanier, die Tochter von Hermann Spanier hat sich bereits als Kind für den Gerüstbau begeistert und ist früh in den elterlichen Betrieb eingestiegen. Das Unternehmen befindet sich zurzeit im Generationswechsel: Ende des Jahres wird Hermann Spanier die Geschäftsleitung an seine Tochter übergeben. Jeanette Spanier wird das Unternehmen mit Sebastian Bichler, einem langjährigen Mitarbeiter der Firma Spanier & Wiedemann fortführen. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, eine reine Frauenmannschaft in der Gerüstbaufirma zu etablieren. Helfen soll ihr dabei die Digitalisierung. Denn durch digitale Hilfsmittel wird der körperlich anspruchsvolle Beruf auch für Frauen attraktiver. Steigerung der Arbeitseffizienz durch digitale Startups In der Vergangenheit hatte das Gerüstbauunternehmen häufig Probleme mit fehlenden Planungsunterlagen von Architekten. Das führte zu Ungenauigkeit in der Planung des Gerüsts und somit auch zu erhöhten Kosten bei der …

Alexandra Seidl, Director Marketing der Human Solutions Group. Foto: Human Solutions Group


Digitale 3D-Menschen im Fokus der Produktentwicklung

Die Human Solutions Group treibt mit ihren Software-Lösungen und 3D-Avataren die Digitalisierung in der Fahrzeug- und Modebranche voran Die Human Solutions Group mit Sitz in Kaiserslautern, München, Mailand und Morrisville/USA ist eine Unternehmensgruppe, die mit ihren Software-Lösungen die Fahrzeug- und Bekleidungsbranche digitalisiert und den Menschen in den Mittelpunkt der Produktentwicklung stellt. Im Jahr 2002 hat Dr. Andreas Seidl das Technologie-Unternehmen Human Solutions GmbH gegründet. „Wir sind diejenigen, die mit unseren Lösungen die Digitalisierung in den Unternehmen vorantreiben. Wir haben ein großes Interesse daran, dass sich die Branchen weiterentwickeln“, so Alexandra Seidl, Director Marketing. Mittlerweile besteht die Human Solutions Group aus mehreren Tochterunternehmen mit über 200 Mitarbeitern. Angefangen hat die Human Solutions GmbH mit digitalen Ergonomiesimulationen anhand des 3D-Menschmodells RAMSIS für die Fahrzeugbranche. Im Jahr 2009 wurde die Unternehmensgruppe durch die Assyst GmbH ergänzt und beschäftigt sich seitdem mit Software-Lösungen für die Bekleidungsindustrie. Das dritte Tochterunternehmen wurde erst letztes Jahr gegründet, die Avalution GmbH – ein Unternehmen, das weltweit Reihenmessungen und Bodyscans durchführt, um die Daten für zielgruppengerechte 3D-Avatare zu liefern. Digitale Ergonomiesimulation für Fahrzeuge Human …

Jörg Hammann (links) und Daniel Theurer (rechts), die beiden Ge-schäftsführer von Hammann + Theurer Wassertechnik GmbH.

Smart City: Digitalisierung steigert die Nachhaltigkeit in der Wasserversorgung

Hammann + Theurer Wassertechnik GmbH finden Wasserlecks mit digitalen Technologien Vor mehr als 30 Jahren wurde die Hammann + Theurer Wassertechnik GmbH im idyllischen Bad Bergzabern an der Südlichen Weinstraße von Carl Hammann gegründet. Sein Sohn Jörg Hammann leitet das Unternehmen heute gemeinsam mit seinem Kollegen Daniel Theurer. Die beiden Unternehmer haben in den letzten Jahren enorm in die eigene Zukunft investiert. Der Dienstleister für Wasserversorgung ist nun in vielen Bereichen digital unterwegs – im Büro inklusive des Kundenmanagements, in der internen Kommunikation sowie im Außendienst und beim Aufspüren von Wasserlecks. Trotz aller digitalen Technologien sind sich die Geschäftsführer einig: „Unsere Mitarbeiter mit ihrem Knowhow, ihrer Erfahrung und ihrer Intuition machen den wahren Erfolg unseres Unternehmens aus. Digitalisierung ist bei uns aber ein wichtiges Hilfsmittel zur Unterstützung der Mitarbeiter und zur Verbesserung der Geschäftsprozesse. Durch die Digitalisierung erzielen wir bessere Ergebnisse und erhöhen die Kundenzufriedenheit.“ Wassernachhaltigkeit als Teil der Smart City Das Thema Nachhaltigkeit des Wasserverbrauchs, d.h. kein Wasser zu verschwenden, ist ein wichtiges Anliegen in der Gesellschaft. Somit ist es auch das übergeordnete Ziel …

Martin Beinlich (Geschäftsführer und Inhaber) und seine Frau Carolin Beinlich (Leitung Controlling)

Mit Digitalisierung zur umweltfreundlichen Bewässerung in der Landwirtschaft

Die Beinlich Agrarpumpen und –maschinen GmbH vernetzt den Produktionsablauf und stellt Maschinen in Losgröße 1 her Der letzte Hitzesommer war für viele ein Fluch – für die Beinlich Agrarpumpen und –maschinen GmbH aus Ulmen in der Eifel war er ein Segen. Das Unternehmen stellt individuelle Beregnungsanlagen für die Landwirtschaft her, darunter auch die größte Anlage der Welt mit einer Rohrlänge von über einem Kilometer. Nachdem der Regen im letzten Jahr ausblieb, schnellten die Bestellungen für neue Beregnungsmaschinen in die Höhe. Und auch in Zukunft ist die gute Auftragslage der Firma Beinlich gesichert: Da die Grundwasserpegel noch immer niedrig sind, muss weiterhin viel beregnet werden. Um dem Auftragsansturm gerecht zu werden, setzt das Unternehmen auf eine digitalisierte Produktion. „Die Digitalisierung macht die Arbeit leichter und optimiert die Produktion. Früher haben wir eine Anlage pro Tag gefertigt, heute sind es zwei bis drei“, erläutert Martin Beinlich, Inhaber und Geschäftsführer der gleichnamigen Firma. Er führt das mittelständische Unternehmen seit 2008 in dritter Generation; sein Großvater hat den Betrieb 1956 gegründet. Die Digitalisierung manifestiert sich bei Beinlich in vielfältiger …

Die Seniorchefs Karl-Heinz Carra und Ursula Carra, Verkäuferin Andrea Herzer, der aktuelle Bäckermeister Paul Carra und Juniorchefin Petra Kunz

Online-Brotversand: Tradition mit Moderne verbinden

Bäckerei Kissel verschickt über ihren Onlineshop Backwaren in fast die ganze Welt Die Bäckerei Kissel im rheinland-pfälzischen Reichenbach-Steegen ist ein Traditionsbetrieb, der in dritter Generation von Familie Carra betrieben wird. Eine Bäckerei in der ländlich geprägten Westpfalz zu führen, ist nicht immer ganz einfach. Für die Carras war das der ausschlaggebende Grund, einen Schritt über das klassische Bäckerhandwerk hinaus zu denken: Ein Online-Brotversand bringt zusätzliche Aufträge und macht die Bäckerei international bekannt. Die Idee dazu entstand vor über 10 Jahren: „Wir fahren oft auf Bauern- und Gourmetmärkte im Umkreis von 120 Kilometern. Vor Ort sagen häufig die Kunden: ‚Ach schade, dass ihr nur einmal im Jahr hier seid. Wir würden euer Brot gerne öfter genießen‘“, erzählt Petra Kunz, Enkelin der Bäckereigründer Julius und Ellen Kissel. Sie führt das Unternehmen nun gemeinsam mit ihrem Bruder Paul Carra – dem aktuellen Bäckermeister. Der Vater der beiden und bisheriger Bäckerei-Chef Karl-Heinz Carra hatte damals die passende Antwort für die brothungrigen Marktgäste parat: „Ich kann euch das Brot gerne schicken!“, erklärte er kurzerhand. Damit war die Idee des Brotshops …

Treiben die Digitalisierung bei Lohmann Druck voran (von links): IT-Leiter Oliver Lauterborn, Geschäftsführender Gesellschafter Markus Reher und Geschäftsführer Horst Rollmann.

Digitale Prozessoptimierung im Etikettendruck

Die Lohmann Druck GmbH sichert die eigene Zukunft durch Digitalisierung und Automatisierung der Produktion Inmitten von Weinbergen liegt der Ort Bullay an der idyllischen Moselschleife. Teilweise wirkt es, als sei die Zeit stehen geblieben – jedoch nicht für die Lohmann Druck GmbH, die aus dem Moseltal jeden Tag Millionen von Etiketten in die ganze Welt liefert. 66 Jahre reicht die Geschichte der Druckerei zurück, das Unternehmen wurde nach dem zweiten Weltkrieg gegründet. Damals waren die Hauptkunden von Lohmann die nahen Moselwinzer, die Etiketten für ihre Weinflaschen bestellten. Seitdem hat sich der Absatzmarkt aber gewandelt: „Wir haben heute ein weltweites Publikum und beliefern auch große, internationale Industriebetriebe“, erklärt Markus Reher, Geschäftsführender Gesellschafter von Lohmann Druck. Hergestellt werden sogenannte Nassklebeetiketten, die bei der Befüllung mit einem Leim auf das Glas oder die Verpackung gebracht werden. „Wir haben uns auf kleine und mittlere Losgrößen spezialisiert“, fügt Reher an. Diese reichen von 10.000 Etiketten einer Sorte bis hin zu 15 Millionen. 75 Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Etiketten gefertigt werden, von der digitalen Vorlage über die Bogenerstellung bis hin …

Den Menschen in ihrer Arbeit mehr Sinn geben – dank Digitalisierung

Künstliche Intelligenz, Algorithmen und Chat Bots: Das Startup Inga beschreitet neue Wege in der Personalbeschaffung Man nehme den Wunsch, etwas zu verändern, eine geniale Idee, fünf Unternehmer, zusammen rund 80 Jahre Berufserfahrung und die Möglichkeiten der Digitalisierung. Diese Zutaten bilden die Erfolgsgeschichte des Startups Inga aus Frankfurt am Main, das im Januar 2019 als GmbH gegründet wurde. Inga zielt darauf ab, die Personalbeschaffung für Unternehmen einfacher, moderner und erfolgreicher zu gestalten. „Digitalisierung hat enorme Potenziale, die Produktivität von Unternehmen zu erhöhen und den Menschen in ihrer Arbeit mehr Sinn zu geben. Sich wiederholendende Tätigkeiten können durch schlaue Maschinen abgelöst werden, die Beschäftigten führen dafür vielseitigere Aufgaben aus“, so Corinna Haas, Gründerin und Chief Executive Officer von Inga. Mitgründer und Chief Product Officer Francisco Otto ergänzt: „Wir sehen in der Digitalisierung die Chance, uns als Gesellschaft im Bereich ‚Arbeit 4.0‘ stark zu verändern. Vielleicht gehen künftig nicht mehr 40 Millionen Menschen in Deutschland jeden Tag einer ‚ganz normalen‘ Tätigkeit, wie wir sie heute kennen, nach, sondern werden völlig andere Aufgaben ausüben. Das ist natürlich auch für …