Alle Artikel mit dem Schlagwort: kaiserslautern

Die Seniorchefs Karl-Heinz Carra und Ursula Carra, Verkäuferin Andrea Herzer, der aktuelle Bäckermeister Paul Carra und Juniorchefin Petra Kunz

Online-Brotversand: Tradition mit Moderne verbinden

Bäckerei Kissel verschickt über ihren Onlineshop Backwaren in fast die ganze Welt Die Bäckerei Kissel im rheinland-pfälzischen Reichenbach-Steegen ist ein Traditionsbetrieb, der in dritter Generation von Familie Carra betrieben wird. Eine Bäckerei in der ländlich geprägten Westpfalz zu führen, ist nicht immer ganz einfach. Für die Carras war das der ausschlaggebende Grund, einen Schritt über das klassische Bäckerhandwerk hinaus zu denken: Ein Online-Brotversand bringt zusätzliche Aufträge und macht die Bäckerei international bekannt. Die Idee dazu entstand vor über 10 Jahren: „Wir fahren oft auf Bauern- und Gourmetmärkte im Umkreis von 120 Kilometern. Vor Ort sagen häufig die Kunden: ‚Ach schade, dass ihr nur einmal im Jahr hier seid. Wir würden euer Brot gerne öfter genießen‘“, erzählt Petra Kunz, Enkelin der Bäckereigründer Julius und Ellen Kissel. Sie führt das Unternehmen nun gemeinsam mit ihrem Bruder Paul Carra – dem aktuellen Bäckermeister. Der Vater der beiden und bisheriger Bäckerei-Chef Karl-Heinz Carra hatte damals die passende Antwort für die brothungrigen Marktgäste parat: „Ich kann euch das Brot gerne schicken!“, erklärte er kurzerhand. Damit war die Idee des Brotshops …

Treiben die Digitalisierung bei Lohmann Druck voran (von links): IT-Leiter Oliver Lauterborn, Geschäftsführender Gesellschafter Markus Reher und Geschäftsführer Horst Rollmann.

Digitale Prozessoptimierung im Etikettendruck

Die Lohmann Druck GmbH sichert die eigene Zukunft durch Digitalisierung und Automatisierung der Produktion Inmitten von Weinbergen liegt der Ort Bullay an der idyllischen Moselschleife. Teilweise wirkt es, als sei die Zeit stehen geblieben – jedoch nicht für die Lohmann Druck GmbH, die aus dem Moseltal jeden Tag Millionen von Etiketten in die ganze Welt liefert. 66 Jahre reicht die Geschichte der Druckerei zurück, das Unternehmen wurde nach dem zweiten Weltkrieg gegründet. Damals waren die Hauptkunden von Lohmann die nahen Moselwinzer, die Etiketten für ihre Weinflaschen bestellten. Seitdem hat sich der Absatzmarkt aber gewandelt: „Wir haben heute ein weltweites Publikum und beliefern auch große, internationale Industriebetriebe“, erklärt Markus Reher, Geschäftsführender Gesellschafter von Lohmann Druck. Hergestellt werden sogenannte Nassklebeetiketten, die bei der Befüllung mit einem Leim auf das Glas oder die Verpackung gebracht werden. „Wir haben uns auf kleine und mittlere Losgrößen spezialisiert“, fügt Reher an. Diese reichen von 10.000 Etiketten einer Sorte bis hin zu 15 Millionen. 75 Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Etiketten gefertigt werden, von der digitalen Vorlage über die Bogenerstellung bis hin …

Den Menschen in ihrer Arbeit mehr Sinn geben – dank Digitalisierung

Künstliche Intelligenz, Algorithmen und Chat Bots: Das Startup Inga beschreitet neue Wege in der Personalbeschaffung Man nehme den Wunsch, etwas zu verändern, eine geniale Idee, fünf Unternehmer, zusammen rund 80 Jahre Berufserfahrung und die Möglichkeiten der Digitalisierung. Diese Zutaten bilden die Erfolgsgeschichte des Startups Inga aus Frankfurt am Main, das im Januar 2019 als GmbH gegründet wurde. Inga zielt darauf ab, die Personalbeschaffung für Unternehmen einfacher, moderner und erfolgreicher zu gestalten. „Digitalisierung hat enorme Potenziale, die Produktivität von Unternehmen zu erhöhen und den Menschen in ihrer Arbeit mehr Sinn zu geben. Sich wiederholendende Tätigkeiten können durch schlaue Maschinen abgelöst werden, die Beschäftigten führen dafür vielseitigere Aufgaben aus“, so Corinna Haas, Gründerin und Chief Executive Officer von Inga. Mitgründer und Chief Product Officer Francisco Otto ergänzt: „Wir sehen in der Digitalisierung die Chance, uns als Gesellschaft im Bereich ‚Arbeit 4.0‘ stark zu verändern. Vielleicht gehen künftig nicht mehr 40 Millionen Menschen in Deutschland jeden Tag einer ‚ganz normalen‘ Tätigkeit, wie wir sie heute kennen, nach, sondern werden völlig andere Aufgaben ausüben. Das ist natürlich auch für …

Der Handwerksmeister Markus Glöckner (links) leitet gemeinsam mit seiner Ehefrau Katja Hobler (rechts) den Steinmetzbetrieb.

Der digitale Steinmetz

Der Handwerksbetrieb Natursteine Glöckner setzt innovative Technologien im Büro und auf der Baustelle ein Die saarländische Steinmetz- und Restaurationswerkstatt Natursteine Glöckner gibt es seit 1967. Der Handwerksmeister, Markus Glöckner, hat vor 25 Jahren den elterlichen Betrieb übernommen und leitet ihn zusammen mit seiner Frau, Katja Hobler, die u.a. für das Personalwesen zuständig ist. In dieser Zeit hat sich die Anzahl der Beschäftigten von unter zehn auf 27 erhöht. Zum Hauptgeschäft zählen Restaurierungsarbeiten – von Sandsteinmauern über Häuserfassaden bis hin zu Kirchen. Weitere Steinmetzarbeiten finden im klassischen Grabmalbereich statt. Ein drittes Standbein des Betriebs bilden Bauarbeiten mit Naturstein wie Treppen, Küchenarbeitsplatten oder Bäder. „Das zurzeit bekannteste Objekt, an dem wir arbeiten, ist die alte Abtei in Mettlach. Das ist das Verwaltungsgebäude von Villeroy und Boch. Solche Restaurierungen machen etwa 70 Prozent unserer Aufträge aus. Die Steinmetzarbeiten sind insgesamt sehr vielfältig und auch sehr individuell. Und damit sind wir beim Thema Digitalisierung angelangt. Digitale Hilfsmittel erleichtern uns den Arbeitsalltag sowohl im Büro als auch bei Kunden vor Ort“, so der Handwerksmeister. Handwerk versus Digitalisierung „Wir kommen aus …

Digitales Assistenzsystem nach dem Baukasten-Prinzip

Lösung des Startups MiniTec Smart Solutions zur Mitarbeiterqualifizierung in KMU eingesetzt Das IT-Startup Minitec Smart Solutions wurde im März 2017 gegründet. Die Idee, die der Gründer und Geschäftsführer Dr. Marius Orfgen hatte, drehte sich um Assistenzsysteme. „Ich bringe die Informationen, die ein Mitarbeiter in der Produktion braucht, um seine Aufgabe zu erfüllen, auf eine möglichst einfache Art über Bildschirme oder eine Datenbrille direkt zu ihm“, erklärt Orfgen. Ein solches Assistenzsystem dient als digitale Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Fertigung eines Produktes. „Anstatt einer Papieranleitung, die möglicherweise noch unvollständig ist, habe ich ein digitales System, das über Bilderkennung weiß, was ein Werker gerade tut und ihm aktuelle Information zur Montage zur Verfügung stellt“, ergänzt Orfgen. Verknüpfung von digital und analog Die Firma MiniTec GmbH & Co. KG aus Schönenberg-Kübelberg baut u.a. klassische Handarbeitsplätze für die manuelle Montage in der Produktion. Orfgen hat in der Technologie-Initiative SmartFactory KL e.V. promoviert und in diesem Zusammenhang an der vollautomatisierten, herstellerunabhängigen Industrie 4.0-Produktionsanlage der SmartFactory-KL mitgearbeitet. Die Forschungsergebnisse aus der digitalen Produktionsanlage hat er in das Startup mit eingebracht und so war die …

Digitales Wissensmanagement als Pilotprojekt

PS Automation GmbH sorgt für einen durchgängigen Informationsfluss zwischen den Abteilungen Seit fast 30 Jahren produziert die PS Automation GmbH Stellantriebe zur Steuerung und Regelung von Armaturen für strömende Medien aller Art, wie Dampf oder Flüssigkeiten. Solche Antriebe stellen den Betrieb von Gebäudetechnik und Industrieanlagen rund um die Uhr sicher. Die Stellantriebe aus Bad Dürkheim in der Pfalz sind weltweit im Einsatz: Sie bewegen die gläsernen Wendeflügel in der Fassade der Hamburger Elbphilharmonie, verrichten ihren Dienst in türkischen Sodafabriken und sorgen am Flughafen von Abu Dhabi für Kühlung. Entsprechend groß ist das Produktportfolio des Familienunternehmens, und die Anzahl der Varianten durch spezielle Kundenwünsche steigt stetig. Für PS Automation bedeutet Digitalisierung, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten. „Die hohe Variantenvielfalt der Antriebe stellt uns vor die Herausforderung, dass die Mitarbeiter der Produktion viele Fertigungsschritte anhand bestehender Dokumentationen in Papierform ausführen müssen“, beschreibt Andreas Göpel, Betriebsleiter von PS Automation, die Situation in der Fertigung. Aus diesem Grund gab es ein digitales Pilotprojekt zur Einführung eines Wissensmanagementsystems, um den Mitarbeitern an ihren Arbeitsstationen die spezifischen Produktinformationen zur Verfügung …

Geschäftsführer Peter Zöller (Mitte), IT-Leiter Alexander Schwarz (links) und Leiter Supply Chain Sascha Weckmüller (rechts) treiben die Digitalisierung des Unternehmens voran.

Digitale Prozesse und schlanke Kommunikation

Wie DiaSys die Diagnostika-Welt vernetzen will Digitalisierung bedeutet Kulturwandel Zöller beschreibt die derzeitigen Aktivitäten des Unternehmens: „Wir sind aktiv dabei, unsere Prozesse zu digitalisieren und die Kommunikation zu beschleunigen“. Einerseits werden technische Prozesse auf den Stand der digitalen Technik gebracht; andererseits wurde jüngst eine Kollaborationsplattform – der sogenannte Collaboration Room – eingeführt, um die Kommunikation des international agierenden Unternehmens zu vereinfachen und näher an die Echtzeit heranzuholen. Auch auf Social Media – LinkedIn, Xing, YouTube und Facebook – ist das Unternehmen aktiv und umfassend vertreten „All dies ermöglicht uns neue Formen der Zusammenarbeit, wie wir sie noch nicht kannten. Wir sind stolz drauf, dass wir das im Team umsetzen. Es bedarf einen Kulturwandel, den wir bisher so noch nicht erlebt haben. Da ist es besonders wichtig, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu involvieren und frühzeitig abzuholen“, so der Geschäftsführer. Vertreter von DiaSys hatten am Readiness Check „Digitalisierung“ des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Kaiserslautern teilgenommen und ihre Ergebnisse in einer Sprechstunde mit den Experten des Zentrums diskutiert. Auf diesem Wege wurde weiteres Potenzial für das in Sachen Digitalisierung schon …

Geschäftsführer von POLY-TOOLS

Datenvernetzung in Produktion, Konstruktion und Vertrieb

POLY-TOOLS bennewart GmbH involviert alle Unternehmensbereiche in Digitalprojekte Das Unternehmen aus Donsieders in der Nähe von Kaiserslautern und Primasens ist in einem sehr speziellen Markt tätig – dem Blasformenbau oder auch Blaswerkzeugbau genannt. Individuelle Formen für Kanister im Bereich von 3 Liter bis 30 Liter gehören zu dem Hauptgeschäft der POLY-TOOLS bennewart GmbH. „Deutschlandweit gibt es nur wenige Hersteller von Blaswerkzeugen. Der Grund dafür ist, dass aufwendige Einzelanfertigungen nach den Wünschen der Kunden herstellt werden, für die sehr viel Know-how benötigt wird“, so Arnold Schura, Geschäftsführer von POLY-TOOLS. Schura hat die Vision einer papierlosen Fertigung. Dadurch möchte er Zeit und Ressourcen beim Herstellen der Blasformen sparen. „Das ist kein Selbstzweck, sondern Digitalisierung bedeutet Effizienzsteigerung. Wir gehen mit der Zeit und optimieren so unsere Prozesse. In unserer Branche gehören wir zu den Vorreitern in Sachen Digitalisierung“, erläutert er. 
Datenauswertung in der Produktion und Vernetzung mit Konstruktion Laut dem Leiter des Qualitätsmanagements von POLY-TOOLS, Jürgen Oppermann, spielt eine besonders wichtige Rolle die Datenanalyse in der Produktion – also dass Maschinendaten ausgewertet werden. „Somit resümieren wir, wie es …

MiniTec Smart Solutions GmbH

Thema der Projektbegleitung Entwicklung von flexibel anpassbaren Arbeitsplänen für Assistenzsysteme Name des KMU: MiniTec Smart Solutions GmbH Sitz: Kaiserslautern Gründungsjahr: 2017 Größe: 3 Beschäftigte Branche: Assistenzlösungen für manuelle Tätigkeiten in der industriellen Produktion Die MiniTec Smart Solutions GmbH (MSS) ist ein im Jahr 2017 gegründetes Startup, das Assistenzsysteme für manuelle Tätigkeiten in der industriellen Produktion anbietet. Zu diesem Zweck entwickelt und vertreibt die MSS einen modularen Baukasten von Software- und Hardwarekomponenten, die sich zu kundenspezifischen Lösungen zusammensetzen lassen. Minitec Smart Solutions verfügt über Erfahrung in der Integration von Systemen aus der Automatisierungs- und IT-Technik, der Gestaltung von Mensch-Maschine-Schnittstellen und nutzerbezogenen Aufbereitung von Daten.

Karlheinz Bannweg, Geschäftsführer von bannwegBAU

Digitale Büroabläufe in der Baubranche

bannwegBAU GmbH erkennt das Potenzial der Digitalisierung für die Baubranche Der Geschäftsführer der bannwegBAU GmbH, Karlheinz Bannweg, möchte mit Digitalisierung die Zukunftsfähigkeit seines Bauunternehmens sichern. „Das Potenzial von Digitalisierung in der Baubranche ist groß. Wir sind dem Thema gegenüber sehr offen eingestellt, und wenn Prozesse generell optimiert werden sollen, kommt man an der Digitalisierung nicht vorbei“, so der Bauunternehmer aus Saarlouis. Digitales Dokumentenmanagement im Büro Die Büroabläufe wie beispielsweise das Dokumentenmanagement in der Finanzbuchhaltung werden bei bannwegBAU über digitale Programme abgewickelt. Allerdings sieht Bannweg noch Potenzial in der Schnittstellenverknüpfung, um all die verwendeten Programme zu vernetzen und dadurch Synergien zu schaffen. Auch die Kommunikation im Betrieb ist bereits digitaler geworden, um Informationen schneller austauschen zu können. Zurzeit werden in dem Bauunternehmen einige Informationen über WhatsApp kommuniziert. „Unsere Fahrtenzettel hingen früher an einer Pinnwand im Büro. Jetzt erhalten die Mitarbeiter die Information direkt auf ihr Handy und können sich schon am Tag davor auf die Arbeit einstellen“, erzählt Bannweg. Ebenso soll bei bannwegBAU die digitale Zeiterfassung eingeführt werden, um die Lohnabrechnungen optimiert zu erstellen. Das Bauunternehmen …