Alle Artikel in: BEST PRACTICE

Kundennachfrage mit KI bewerkstelligen

Der Schleifwerkzeughersteller Günter Effgen GmbH möchte eine Künstliche Intelligenz zur Qualitätsprüfung einsetzen. Wer aus Richtung Bad Kreuznach zur Günter Effgen GmbH nach Herrstein bei Idar-Oberstein fährt, kommt an mehreren Steinbrüchen vorbei. Die Region ist seit jeher ein Zentrum der Diamantindustrie, in Idar-Oberstein befindet sich die Diamant- und Edelsteinbörse. Viele der Unternehmen in der Umgebung setzen in der Produktion auf den Rohstoff, darunter auch Effgen. Das Traditionsunternehmen wurde 1922 von Julius Effgen zur Bearbeitung von Edel- und Halbedelsteinen gegründet. Mit steigenden Anforderungen im Markt und dem Einsatz weiterer Maschinen wandelte sich die Produktion, sodass das Unternehmen nun Diamant- und Bornitridschleifwerkzeuge nach individuellem Kundenwunsch fertigt. Der Fertigungsprozess ist hochindividuell und läuft zu einem großen Teil noch in Handarbeit ab. Auch an Effgen geht die Digitalisierung jedoch nicht spurlos vorbei: „Digitalisierung spielt überall eine große Rolle. Bisher haben wir noch wenig Automation, da die ganze Produktion einen starken Manufakturcharakter hat“, sagt Jörg Rassweiler, Leiter der Fertigungsplanung. Aufgrund der hochspezifischen Kundenwünsche stellt Effgen besondere Ansprüche an den Digitalisierungsprozess. „Wir reden von 350 Arbeitsplätzen hier im Haus, das zieht eine …

Mit Künstlicher Intelligenz zu höherer Qualität

Die Fensterspezialisten der Helmut Meeth GmbH & Co. KG setzen in Zukunft Künstliche Intelligenz in der Fertigung ein. 100.000. So viele Fenstereinheiten treten jährlich ihren Weg von Wittlich in die Welt an. Die Helmut Meeth GmbH & Co. KG fertigt RAL-geprüfte Fenster und Türen aus Kunststoff und Alu in einer Produktionsstraße von 200 Metern. Seit 1985 gibt es das Unternehmen, damals wurde mit fünf Mitarbeitenden in kleineren Räumlichkeiten gestartet. „1996 konnten wir die jetzige Immobile erwerben, das war für uns erstmal viel zu groß“, erinnert sich Gründer und Geschäftsführer Helmut Meeth. Das Unternehmen wuchs, auch der Maschinenpark wurde immer größer. Automatisierung war dann schnell ein Thema. „2010 haben wir in zwei weitere Hallen investiert und sind in das Thema der papierarmen Fertigung eingestiegen“, meint Meeth. Es folgten mehrere Investitionen in die IT: „Wir haben beim Prozess der Beschaffung angefangen. Das ging vorher noch per Fax. Dann konnten wir den Prozess so digitalisieren, dass er direkt in unser System eingespeist werden kann“, sagt Markus Jungbluth, Leiter der Abteilung IT und Geschäftsprozessmanagement. Aktuell folgt ein weiterer Digitalisierungsschritt: …

Kreative Lösungen in unsicheren Zeiten

Die Messebauer von Expo Solutions haben während der Corona-Pandemie verstärkt virtuelle Stände realisiert Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Expo Solutions GmbH in Rockenhausen sind Experten, wenn es um die Realisierung von Messeständen geht. Vor 17 Jahren hat Geschäftsführer Alexander Wons das Unternehmen gegründet, seitdem ging es stetig bergauf – bis die Corona-Pandemie den Geschäftsbetrieb im letzten Jahr einen Strich durch die Rechnung machte. „Wir haben den Lockdown bereits früher gespürt, weil schon im Februar die ersten Messen abgesagt wurden“, erklärt Wons. Co-Geschäftsführerin Julia Forster bestätigt das. Zuerst wurden einzelne Stände auf der Fachmesse Embedded World aufgrund ihrer internationalen Ausrichtung abgesagt, dann folgten nach und nach sämtliche Messen. „So wurden aus 30 Prozent erwarteter Umsatzsteigerung 60 Prozent Umsatzeinbußen“, erklärt Forster. Lediglich ein Stand von 12 Quadratmetern auf einem Kongress konnte im Jahr 2020 nach März noch realisiert werden. Für Wons und Forster war das der Anstoß, eine bereits vor Corona begonnene Entwicklung weiter voranzutreiben: Auch die Messebranche digitalisiert sich immer mehr, Kunden wünschten sich verstärkt Online-Messen als Ersatzformate. Expo Solutions bietet seinen Kunden einen Komplettservice für …

Mitarbeiterengagement durch KI-Analysen steigern

Die Unternehmensberatung Pegalion setzt bei der Auswertung von Mitarbeiter-Feedbackbögen auf Technologien der künstlichen Intelligenz Engagierte Mitarbeiter sind die Grundlage für ein erfolgreiches Unternehmen. Insbesondere im Zuge der Corona-Krise ist es wichtig, regelmäßig ein Stimmungsbild in der Belegschaft zu erheben, um aktuelle Trends zu ergründen und proaktiv darauf reagieren zu können. Die Unternehmensberatung Pegalion aus Wiesbaden erstellt hierzu Fragebögen für die Mitarbeiter großer Konzerne und wertet diese seit einigen Jahren unter Anwendung von künstlicher Intelligenz (KI) aus. Pegalion wurde im Jahre 2016 gegründet, die Geschichte des Unternehmens geht allerdings deutlich weiter zurück, denn Geschäftsführer Philipp Papadopoulos war zuvor als freiberuflicher Unternehmensberater aktiv. „Seit 2010 sind wir im Bereich Feedback Management unterwegs, wo wir Mitarbeiterbefragungen begleiten und weiterentwickeln“, erklärt er. Pegalions größter Kunde ist ein großer Konzern aus der Reisebranche, bei dem Pegalion auf eine lange Zusammenarbeit im Feedback Management zurückblicken kann. Die Arbeit der Unternehmensberatung hat sich seit 2016 stark gewandelt. In diesem Jahr wurden in den Feedback-Bögen zum ersten Mal Kommentarfelder eingeführt, in die Mitarbeiter eigenständig Anmerkungen, Wünsche und Bedürfnisse eintragen konnten. „2016 haben wir …

Geschäftsführer Rainer Ulrich (li.) und Sandra Tillmann (re.), Leiterin des Service Centers, haben zusammen mit Frank Dellenbach (nicht im Bild) den Papierakten den Kampf angesagt.

Mit Digitalisierung in eine effizientere Zukunft

Die clayton Umwelt-Consult GmbH sagt Papierakten mit einem digitalen Dokumentenmanagement-System den Kampf an Betritt man das Büro der clayton Umwelt-Consult GmbH in Ludwigshafen am Rhein, fallen direkt blaue Aktenschränke ins Auge. In ihnen: Unzählige Baugrundgutachten und Unterlagen zu den verschiedenen Projekten des Ingenieurbüros. Etwa 6000 Akten kommen pro Jahr neu dazu. Die Akten eines halben Jahres sind im Ludwigshafener Büro vor Ort, dann wandern sie in ein eigens dafür geschaffenes Lager. „Wir haben das einmal nachgerechnet: Mittlerweile haben wir Akten in der Länge von einem Kilometer“, sagt clayton-Geschäftsführer Rainer Ulrich. Natürlich zeugt der Aktenberg auch von einer Erfolgsgeschichte: 1993 wurde clayton als Freiberufler-GbR gegründet, die Belegschaft bestand damals aus fünf Mitarbeitern. Zwei bis drei Baugrundgutachten wurden pro Jahr angefertigt. 2002 folgte die Umfirmierung in eine GmbH. Ab 2004 wurden die Aufträge durch die Zusammenarbeit mit einem großen Massivhaushersteller immer zahlreicher, ab dann war clayton deutschlandweit aktiv. 2005 wurden bereits 200 bis 300 Baugrundgutachten angefertigt, heute sind es um die 6000. Knapp 50 Mitarbeiter arbeiten mittlerweile für clayton. In der Branche ist clayton Vorreiter: Zu einem …

IT und OT miteinander verbinden

Bei der Arend Prozessautomation und der Arendar IT-Security GmbH werden Feld- und MES-Ebene mittels „Datentrenntrafo“ verbunden Rudolf Preuß sitzt vor dem Laptop in seinem Büro in Wittlich. Der Geschäftsführer der Arendar IT-Security GmbH hat darauf ein Steuerungsprogramm geöffnet, auf dem er verschiedene Befehle ausführen kann – „Schaufelrad“ heißt einer davon. Als er auf den Knopf drückt, fängt es vor der Bürotür zu rattern an. Dort steht als Demonstrator eine aus Bausteinen zusammengebaute Förderlinie mit Schaufelrad, Förderband und Sortieranlage. Preuß kann die ganze Anlage von seinem Laptop aus fernsteuern, mittels Webcam überprüft er, ob die Befehle auch ordnungsgemäß ausgeführt werden. Möglich macht diese Fernsteuerung der ARENDAR, das zentrale Produkt der gleichnamigen Firma. Der ARENDAR ist ein Datensammler, der Daten aus der Maschine aufnimmt, sie vorverarbeitet und dann dem Produktionsleitsystem zur Verfügung stellt. „Mit dem ARENDAR schlagen wir die Brücke von der physischen OT-Welt an der Maschine und der IT-Welt in der Steuerung“, sagt Preuß. Er spricht deshalb vom ARENDAR auch als Tor zum Industrial Internet of Things (IIoT), mit dem im Fabrikumfeld die unterschiedlichen Maschinen miteinander …

Mit ungewöhnlichen Ideen das Backhandwerk verändern

Die Brotpuristen aus Speyer machen es bewusst anders als die Masse – und setzen dabei digitale Hilfsmittel ein Es kracht förmlich, als Sebastian Däuwel das frisch gebackene Nussbrot in seiner Backstube in Speyer mit einem scharfen Messer schneidet. In den Teig sind Walnüsse und Haselnüsse gemischt, alles an dem Brot ist natürlich. Der Sauerteig ist selbst gezogen, keinerlei Backhilfsmittel sind im Brot verarbeitet. Das gilt für alle Brote, die Däuwel anbietet, sie sind auf das Wesentliche reduziert – pur eben. Und weil diese Backart so tief in seiner Bäckereivision verankert ist, spiegelt sich das auch im Namen wider: Die Brotpuristen backen Brot ohne Schnickschnack und bieten dadurch eine Qualität, die man in Zeiten von Backmischungen und Filialisten oft vergeblich sucht. Ergänzt wird das puristische Brot durch allerhand digitale Lösungen: Bei den Brotpuristen gibt es ein Online-Bestellformular, ein Live-Brotupdate, außerdem sind Öfen und Kühlung digital vernetzt und können per Smartphone ferngesteuert werden. Die Idee für sein Konzept kam Däuwel im Jahr 2011: „Ich war abends mit Freunden in der Weinstube, da wurde Brot zum Pfälzer Teller …

Die Geschäftsleiter Helene Dax (mi.) und Frank Schmitz (re.) zusammen mit Christian Olszewksi (li.), der sich um die Digitalisierung im Unternehmensverbund kümmert. 


Ganzheitliche Digitalisierung aller Geschäftsprozesse

Der Dax-Firmenverbund aus Cochem digitalisiert die Blechverarbeitung vom Auftragseingang bis zur Auslieferung Dass man sich bei der Dax Unternehmensgruppe in Cochem mit Digitalisierung auseinandersetzt, ist für den Metallverarbeitungsbetrieb selbstverständlich. „Digitalisierung an sich ist nichts Außergewöhnliches. Es ist wie eine Technologie, die man nutzen kann. Und das tun wir“, erklärt Geschäftsleiter Frank Schmitz. Zusammen mit Helene Dax leitet er den Firmenverbund, der aus den drei Unternehmen Dax MetallForm, Dax MetallSchutz und Intro besteht. Helene Dax ist im Jahr 1991 in das Unternehmen ihrer Eltern eingestiegen, die eigentlich eine Schlosserei betrieben und viele Kunden in den nahen Weinbergen an der Mosel hatten. 1997 übernahm sie dann das Unternehmen und entwickelte es weiter zum heutigen Betrieb Dax MetallForm, der sich auf Blechbearbeitung spezialisierte. „Wir haben schnell gemerkt, dass die reine Blechfertigung als Geschäftsmodell sehr schwierig ist, da im Markt große Konkurrenz herrscht. Deswegen haben wir versucht, dem Kunden mehr Dienstleistungen anzubieten und so einen Komplettservice bieten zu können“, sagt Helene Dax. Zu den Dienstleistungen zählen unter anderem die 3D-Konstruktion von Produkten sowie deren Design. Um die Dienstleistungen in …

Datenaustausch auf Knopfdruck

Die ARXUM GmbH mit Sitz in Kaiserslautern setzt auf die Blockchain-Technologie zur Optimierung der Lieferkette Der Begriff Blockchain war in den letzten Jahren in aller Munde: Bekannt wurde er durch die Kryptowährung Bitcoin, die auf die Technologie setzt. Lange Zeit wurde der Begriff sogar synonym für die gesamte Technologie verwendet. „Das ist heute nicht mehr so. Die meisten Unternehmen haben bereits ein kleines Blockchain-Lernprojekt durchgeführt“, sagt Dr. Markus Jostock, Geschäftsführer des Start-Ups ARXUM GmbH mit Sitz in Kaiserslautern. Denn Blockchain ist viel mehr als nur Bitcoin: Der Name Blockchain kommt daher, dass einzelne Datenblöcke durch kryptografische Verfahren aneinander gekettet werden. Durch die feste und unveränderliche Reihenfolge entsteht so eine sichere und transparente Kette. Der Einsatz der Technologie ist vielfältig, das hat auch die Industrie mittlerweile erkannt. Bei ARXUM macht man sich diese Entwicklung zunutze. Das Start-Up wurde 2018 von Jostock gegründet, der selbst lange in der Automatisierungsindustrie tätig war. Der Name des Unternehmens spielt auf die Sicherheit der Blockchain an: Das lateinische Wort arx steht für Burg. Das zehnköpfige Team des Start-Ups hat das Produkt …

Markus Debo, Geschäftsführer von Debo Agarservice. 


Digitale Bewirtschaftung von Feldern und Weinbergen

Das Lohnunternehmen Debo Agrarservice setzt auf GPS und eine digitale Schlagkartei Das Lohnunternehmen Debo Agrarservice aus Nieder-Olm ist aus dem landwirtschaftlichen Familienbetrieb der Familie Debo entstanden und hat mittlerweile acht Mitarbeiter. Markus Debo, der Geschäftsführer des Unternehmens, ist gelernter Winzer und hat sich schon während der Ausbildung sehr für die Arbeit im Feld und in den Weinbergen interessiert. „In der Meisterschule haben meine Kommilitonen mehr Interesse an der Vermarktung des Weins gezeigt. Mir hingegen war klar, dass ich mich auf die landwirtschaftliche Arbeit spezialisieren möchte. Heute sind fast alle meine ehemaligen Kommilitonen auch Kunden von uns“, erzählt Debo. Das Lohnunternehmen wurde 2005 gegründet und bedient rund 500 Kunden in Rheinhessen. Als Dienstleistung übernimmt Debo Agrarservice für Winzer und Landwirte die Komplettbewirtschaftung von Weinbergen und Feldern. Das Lohnunternehmen führt alle anfallenden Maschinenarbeiten aus: von der Bodenbearbeitung über GPS-Pflanzung und Pflanzenschutz bis hin zur Ernte (Trauben oder Getreide). Rheinhessen ist bekannt für seine Weine, darum liegt auch der Fokus des Betriebs stärker auf Weinbau und den anfallenden Arbeiten wie Rebschnitt, Entlauben, Vorschnitt oder Traubenlese. Um Kundenwünsche zu …

Klassischer Weinbau trifft auf Digitalisierung

Im Weingut Braunewell steigert ein digitaler Gärkeller die Qualität des Weins Die Familiengeschichte des Weinguts Braunewell geht bis auf die Hugenotten zurück, die sich 1655 in Essenheim in der Nähe von Mainz ansiedelten. Seit über 350 Jahren betreibt die Familie Braunewell landwirtschaftliche Selbstversorgung in Kombination mit Weinbau. „Im Laufe der Zeit hat eine Spezialisierung in der Landwirtschaft stattgefunden. Hier bei uns im Ort haben sich manche Betriebe auf den Anbau von Getreide oder Obst spezialisiert – und wir uns auf Wein. Allen Rebsorten voran ist bei uns der Burgunder stark vertreten. Mein Großvater Adam Braunewell hat in den 1960er Jahren den Betrieb auf die professionelle Ebene gehoben und meine Eltern Axel und Ursula Braunewell haben ihn zu einem modernen Familienweingut weiterentwickelt “, erzählt Stefan Braunewell, einer der Geschäftsführer des Weinguts. Er leitet mittlerweile den Familienbetrieb gemeinsam mit seinem Bruder Christian Braunewell. Aber die gesamte Familie – vier Generationen der Braunewells – arbeitet gemeinsam auf dem Hof und ist an der Herstellung des Weins beteiligt. Zur Weinlese beschäftigt das Unternehmen ca. 30 Mitarbeiter. Dazu zählen neben …

Marcel Kettering, Geschäftsführer von WICO Textilbeschichtung und -kaschierung GmbH (links) zusammen mit Florian Borne, Digitalisierungsbeauftragter von WICO

Papierlose Auftragsabwicklung in der Textilveredelung

Durch die digitale Vernetzung von Produktion und Büro optimiert WICO seine Prozesse und schafft Nachhaltigkeit Dem Endverbraucher ist häufig nicht bewusst, wie das Innere von bestimmten Produkten aussieht. So ist das auch bei Schuhen der Fall, die aus mehreren Lagen von Textilien bestehen – was jedoch von außen nicht sichtbar ist. An der Herstellung dieser Bestandteile von Schuhen ist auch ein kleines Unternehmen aus Pirmasens beteiligt. WICO Textilbeschichtung und -kaschierung GmbH widmet sich mit ca. 20 Mitarbeitern der Textilveredelung. Darunter versteht man das Beschichten und Kaschieren von textilen Stoffen. Beim Kaschieren werden mehrere Lagen von Materialien miteinander verklebt. Der Chemieingenieur Marcel Kettering ist seit zehn Jahren Geschäftsführer von WICO. „Die Schuhindustrie hat eine lange Geschichte in Pirmasens. So ist es nicht verwunderlich, dass auch bei uns die Schuhbranche mit 80 Prozent den größten Teil unseres Umsatzes und unserer Aufträge bestimmt. Die Bereiche Automotive, Filtration oder die Bauindustrie bedienen wir jedoch ebenso“, so Kettering. Beschichtet oder kaschiert werden bei WICO verschiedenste technische Textilien – von Strickwaren und Geweben über Vliesstoffe und Schäume. Die passenden Klebstoffe werden …

Die Geschäftsführung von Hytrade24 GmbH: Elke Frank und Andreas Klöss

Digitaler Marktplatz rund um die Welt der Hydraulik

Das herstellerunabhängige Business-Portal Hytrade24 steht für Variantenvielfalt und Service Hytrade24 GmbH bietet eine digitale B2B-Plattform (Business-to-Business) für die Hydraulikbranche an. Der Begriff „Hytrade24“ verdeutlicht, dass 24 Stunden am Tag Hydraulik-Komponenten gehandelt werden können (Hy = Hydraulik; Trade = Handel; 24 = 24 Stunden). Die beiden Gründer, Elke Frank und Andreas Klöss, möchten ihr Portal in dem Nischenmarkt der Hydraulik als erste Anlaufstelle für Kunden und Anbieter etablieren. Besonders der Service-Gedanke spielt eine große Rolle des digitalen Geschäftsmodells, denn auf der Online-Plattform können in einer Art Marktplatz nicht nur Produkte gefunden werden, sondern auch Stellenausschreibungen, News und Events. Ähnlich eines Social-Media-Kanals soll Hytrade24 somit die Community der professionellen Hydrauliker miteinander vernetzen. „Um die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Handels im Bereich der Hydraulik zu sichern, haben wir diesen Schritt in die Onlinewelt gewagt. Auch im technischen Bereich ist die von immer größerer Relevanz“, so Frank. Unterstützung bei der Entwicklung von Hytrade24 hatten die beiden Gründer von dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kaiserslautern. In einer Ideenwerkstatt wurden die Chancen und Risiken rund um das digitale Geschäftsmodell erarbeitet. „Der Workshop mit dem …

Jörg Lindemans, Prokurist und Betriebsleiter; Maximilian Lehnen, Projektleiter des Digitalisierungsprojekts mit dem Kompetenzzentrum Kaiserslautern

Vollautomatisierte Pressen in Losgröße 1

Die Unternehmenskultur von KOMAGE Gellner Maschinenfabrik KG verbindet Soziales mit Digitalisierung Die KOMAGE Gellner Maschinenfabrik KG ist ein Familienunternehmen, das bereits seit 111 Jahren Pulverpressen herstellt. In Kell am See im Hunsrück legt das traditionsreiche Unternehmen großen Wert auf Nachhaltigkeit. Die Nachhaltigkeit betrifft sowohl die Mitarbeiter und Lieferanten als auch die Kunden und die produzierten Pulverpressen. „Nicht nur der soziale Umgang mit unseren langjährigen Mitarbeitern ist uns wichtig, sondern wir pflegen auch mit unseren Kunden teilweise schon seit 60 Jahren Beziehungen. Wir sind ebenso sehr darauf bedacht, dass unsere Maschinen nachhaltig sind und langfristig funktionieren – es geht uns nicht um kurzfristige Geschäfte“, erzählt die Geschäftsführerin von KOMAGE, Margit Gellner-May. Um diese Nachhaltigkeit in Zukunft zu gewährleisten, setzt das mittelständische Unternehmen auf die Digitalisierung. KOMAGE stellt ihre Pulverpressen für eine Vielzahl an Branchen und Kunden auf der ganzen Welt her. Beispielsweise pressen die Maschinen Pulvermetalle oder Keramik, die für Automobilteile oder den Zahnersatz verwendet werden. Ebenso werden Kohlebürsten produziert, die ihren Einsatz in Elektromotoren finden. Außerdem gehören Industriekeramik, Hartmetalle, Magnete, Salze und weitere Stoffe zu …

Dirk Brandes (links), Senior PR Manager, und Patrice Geiger (rechts), Vice President Sales bei Empolis Information Management GmbH

Wie KI den Mittelstand unterstützt

Empolis bietet innovative Softwarelösungen auf Basis von Künstlicher Intelligenz für den Mittelstand Die Empolis Information Management GmbH, mit Hauptsitz am Technologiestandort Kaiserslautern, entwickelt intelligente Softwarelösungen auf Basis von Künstlicher Intelligenz. Dabei liegt der Fokus auf intelligenten Assistenzsystemen, die zur Entscheidungsfindung genutzt werden können. Das betrifft sowohl einfache Fragestellungen als auch komplexe Sachverhalte. Spezialisiert ist der Softwareanbieter auf verarbeitendes Gewerbe, Gesundheitswesen sowie Behörden und Verwaltung. „Wir helfen unseren Kunden mithilfe von Künstlicher Intelligenz die richtigen Entscheidungen zu treffen“, erklärt Patrice Geiger, VP Sales bei Empolis. „Unsere Softwarelösungen verbessern den Service unserer Kunden und ermöglichen ihnen neue digitale Geschäftsmodelle. Allerdings ist nicht jeder Kunde bereits in der Lage, ein digitales Geschäftsmodell umzusetzen. Aber wir unterstützen dabei, gemeinsam mit dem Kunden diesen Weg zu beschreiten“, so Geiger weiter. Wissensmanagement und Service als Erfolgsfaktor Mit dem Fokus auf Service und auch Wissensmanagement setzt Empolis auf ein Thema, das immer wichtiger für Unternehmen, vor allem aus dem Mittelstand, wird. „Wissensmanagement ist insofern sehr interessant, weil immer mehr Mitarbeiter aufgrund ihres Alters aus den Unternehmen ausscheiden und dadurch ein Wissensverlust entsteht. …

Künstliche Intelligenz für die moderne Kundenkommunikation

Mit intelligenten Softwarelösungen auf der Basis Künstlicher Intelligenz begleitet Insiders Technologies weltweit Unternehmen bei der Digitalen Transformation Vom Spin-Off zum Global Player Als Spin-Off des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) beschäftigt sich Insiders Technologies schon seit 1998 mit KI-Technologien für Softwareprodukte. Heute ist das Unternehmen längst auf dem Weg zum Global Player. In dem technologischen Produkthaus steht das intelligente Input Management und die moderne Kundenkommunikation von Unternehmen im Fokus. „Wir setzen Künstliche Intelligenz ein, um Innovationen auf den Weg zu bringen und Produkte intelligenter zu machen. In unserem Fall ist das Produkt die Kundenkommunikation. Ca. 3.000 Unternehmen setzen bereits unsere Softwarelösungen ein und 10 Millionen Bundesbürger nutzen Apps, die von uns entwickelt wurden – wenn auch unbewusst, weil wir nicht den Endkunden bedienen“, so Werner Weiss, Geschäftsführer der Insiders Technologies GmbH. Automatisierte Kundenkommunikation über Chatbots und Apps Der Austausch geschäftsrelevanter Informationen mit Kunden gehört zum Arbeitsalltag jedes Unternehmens. Früher war die Kommunikation jedoch sehr zeitaufwendig und unhandlich: Der Kunde schickte auf dem Postweg einen Brief an ein Unternehmen, z.B. seine Versicherung. Dann wurde der …

Hermann Spanier, Gründer und Geschäftsführer des klassischen Gerüstbauunternehmens Spanier + Wiedemann, zusammen mit seiner Tochter Jeanette Spanier, Gründerin der Startups SCAFFEYE GbR und Moselcopter GmbH

Frauen revolutionieren den Gerüstbau

Klassisches Gerüstbauunternehmen Spanier + Wiedemann KG trifft auf digitale Startups Der Gerüstbau Meisterbetrieb Spanier + Wiedemann KG mit Sitz in Longuich an der idyllischen Mosel wurde 1992 von Hermann Spanier und Holger Wiedemann gegründet. Seitdem hat sich das Unternehmen zu einem deutschlandweit tätigen Betrieb entwickelt. Jeanette Spanier, die Tochter von Hermann Spanier hat sich bereits als Kind für den Gerüstbau begeistert und ist früh in den elterlichen Betrieb eingestiegen. Das Unternehmen befindet sich zurzeit im Generationswechsel: Ende des Jahres wird Hermann Spanier die Geschäftsleitung an seine Tochter übergeben. Jeanette Spanier wird das Unternehmen mit Sebastian Bichler, einem langjährigen Mitarbeiter der Firma Spanier & Wiedemann fortführen. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, eine reine Frauenmannschaft in der Gerüstbaufirma zu etablieren. Helfen soll ihr dabei die Digitalisierung. Denn durch digitale Hilfsmittel wird der körperlich anspruchsvolle Beruf auch für Frauen attraktiver. Steigerung der Arbeitseffizienz durch digitale Startups In der Vergangenheit hatte das Gerüstbauunternehmen häufig Probleme mit fehlenden Planungsunterlagen von Architekten. Das führte zu Ungenauigkeit in der Planung des Gerüsts und somit auch zu erhöhten Kosten bei der …

Alexandra Seidl, Director Marketing der Human Solutions Group. Foto: Human Solutions Group


Digitale 3D-Menschen im Fokus der Produktentwicklung

Die Human Solutions Group treibt mit ihren Software-Lösungen und 3D-Avataren die Digitalisierung in der Fahrzeug- und Modebranche voran Die Human Solutions Group mit Sitz in Kaiserslautern, München, Mailand und Morrisville/USA ist eine Unternehmensgruppe, die mit ihren Software-Lösungen die Fahrzeug- und Bekleidungsbranche digitalisiert und den Menschen in den Mittelpunkt der Produktentwicklung stellt. Im Jahr 2002 hat Dr. Andreas Seidl das Technologie-Unternehmen Human Solutions GmbH gegründet. „Wir sind diejenigen, die mit unseren Lösungen die Digitalisierung in den Unternehmen vorantreiben. Wir haben ein großes Interesse daran, dass sich die Branchen weiterentwickeln“, so Alexandra Seidl, Director Marketing. Mittlerweile besteht die Human Solutions Group aus mehreren Tochterunternehmen mit über 200 Mitarbeitern. Angefangen hat die Human Solutions GmbH mit digitalen Ergonomiesimulationen anhand des 3D-Menschmodells RAMSIS für die Fahrzeugbranche. Im Jahr 2009 wurde die Unternehmensgruppe durch die Assyst GmbH ergänzt und beschäftigt sich seitdem mit Software-Lösungen für die Bekleidungsindustrie. Das dritte Tochterunternehmen wurde erst letztes Jahr gegründet, die Avalution GmbH – ein Unternehmen, das weltweit Reihenmessungen und Bodyscans durchführt, um die Daten für zielgruppengerechte 3D-Avatare zu liefern. Digitale Ergonomiesimulation für Fahrzeuge Human …

Jörg Hammann (links) und Daniel Theurer (rechts), die beiden Ge-schäftsführer von Hammann + Theurer Wassertechnik GmbH.

Smart City: Digitalisierung steigert die Nachhaltigkeit in der Wasserversorgung

Hammann + Theurer Wassertechnik GmbH finden Wasserlecks mit digitalen Technologien Vor mehr als 30 Jahren wurde die Hammann + Theurer Wassertechnik GmbH im idyllischen Bad Bergzabern an der Südlichen Weinstraße von Carl Hammann gegründet. Sein Sohn Jörg Hammann leitet das Unternehmen heute gemeinsam mit seinem Kollegen Daniel Theurer. Die beiden Unternehmer haben in den letzten Jahren enorm in die eigene Zukunft investiert. Der Dienstleister für Wasserversorgung ist nun in vielen Bereichen digital unterwegs – im Büro inklusive des Kundenmanagements, in der internen Kommunikation sowie im Außendienst und beim Aufspüren von Wasserlecks. Trotz aller digitalen Technologien sind sich die Geschäftsführer einig: „Unsere Mitarbeiter mit ihrem Knowhow, ihrer Erfahrung und ihrer Intuition machen den wahren Erfolg unseres Unternehmens aus. Digitalisierung ist bei uns aber ein wichtiges Hilfsmittel zur Unterstützung der Mitarbeiter und zur Verbesserung der Geschäftsprozesse. Durch die Digitalisierung erzielen wir bessere Ergebnisse und erhöhen die Kundenzufriedenheit.“ Wassernachhaltigkeit als Teil der Smart City Das Thema Nachhaltigkeit des Wasserverbrauchs, d.h. kein Wasser zu verschwenden, ist ein wichtiges Anliegen in der Gesellschaft. Somit ist es auch das übergeordnete Ziel …

Martin Beinlich (Geschäftsführer und Inhaber) und seine Frau Carolin Beinlich (Leitung Controlling)

Mit Digitalisierung zur umweltfreundlichen Bewässerung in der Landwirtschaft

Die Beinlich Agrarpumpen und –maschinen GmbH vernetzt den Produktionsablauf und stellt Maschinen in Losgröße 1 her Der letzte Hitzesommer war für viele ein Fluch – für die Beinlich Agrarpumpen und –maschinen GmbH aus Ulmen in der Eifel war er ein Segen. Das Unternehmen stellt individuelle Beregnungsanlagen für die Landwirtschaft her, darunter auch die größte Anlage der Welt mit einer Rohrlänge von über einem Kilometer. Nachdem der Regen im letzten Jahr ausblieb, schnellten die Bestellungen für neue Beregnungsmaschinen in die Höhe. Und auch in Zukunft ist die gute Auftragslage der Firma Beinlich gesichert: Da die Grundwasserpegel noch immer niedrig sind, muss weiterhin viel beregnet werden. Um dem Auftragsansturm gerecht zu werden, setzt das Unternehmen auf eine digitalisierte Produktion. „Die Digitalisierung macht die Arbeit leichter und optimiert die Produktion. Früher haben wir eine Anlage pro Tag gefertigt, heute sind es zwei bis drei“, erläutert Martin Beinlich, Inhaber und Geschäftsführer der gleichnamigen Firma. Er führt das mittelständische Unternehmen seit 2008 in dritter Generation; sein Großvater hat den Betrieb 1956 gegründet. Die Digitalisierung manifestiert sich bei Beinlich in vielfältiger …