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Mittelstand 4.0 vor Ort: WFG Vulkaneifel ist assoziierter Partner des Kompetenzzentrums Kaiserslautern

Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel und Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kaiserslautern unterzeichnen Kooperationsvereinbarung. Bildquelle: WFG Vulkaneifel mbH.

  • Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel und Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kaiserslautern unterzeichnen Kooperationsvereinbarung
  • Unternehmen im Landkreis Vulkaneifel können sich zukünftig besser auf Digitalisierung einstellen und Unterstützung einholen

Vulkaneifel// 4. Mai 2018Unternehmen im Landkreis Vulkaneifel können sich jetzt noch besser auf die komplexen Anforderungen von Industrie 4.0, auf Themen der Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen und Arbeitsabläufen einstellen. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel (WFG) hat hierzu eine Kooperation mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kaiserslautern geschlossen. Dr. Haike Frank, Leiterin des Kompetenzzentrums sowie Judith Klassmann-Laux, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel stellten die Einzelheiten am 4. Mai 2018 bei der Firma apra norm Elektromechanik GmbH in Mehren vor.

Die im Landkreis Vulkaneifel ansässigen Unternehmen können fortan unmittelbar und kostenfrei auf die Leistungen und Angebote des Kompetenzzentrums zugreifen und dessen Expertenwissen nutzen, erklärte Judith Klassmann-Laux. Haike Frank betonte: „Unsere Aufgabe liegt darin, eine fundierte, breit gefächerte Informationsplattform zu bieten und insbesondere kleine und mittlere Unternehmen für das große Thema der Digitalisierung zu sensibilisieren, damit Chancen und Risiken frühzeitig erkannt werden und die Betriebe sich hierauf gezielt einstellen können.“ Mit dem interdisziplinär besetzten Team aus den Bereichen Wirtschaftsingenieurswesen, Maschinenbau, Informatik, Betriebswirtschaftslehre, Elektrotechnik und Arbeitswissenschaften sowie den Experten der SmartFactory-KL, der Technischen Universität Kaiserslautern, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und dem Institut für Technologie und Arbeit (ITA) kann das Kompetenzzentrum vielfältige Frage- und Problemstellungen entgegennehmen, analysieren und individuelle Handlungsempfehlungen für die Unternehmen und deren Mitarbeiter erarbeiten, so Frank weiter.

Erstmalig in der Region greifbar wird die Kooperation am 16. August 2018. Dann findet der erste „Digitalisierungssprechtag: Readiness-Check“ mit den Experten des Kompetenzzentrums in den Räumen der WFG in der Mainzer Str. 24 in Daun statt: An diesem Tag haben kleine und mittlere Unternehmen ab 10 Uhr die Möglichkeit, individuell den digitalen Reifegrad ihres Betriebs bestimmen zu lassen. Aus den Ergebnissen werden Entwicklungspotenziale und Handlungsalternativen aufgezeigt. Weitere Information und Anmeldung bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel, Christina Kirst, Telefon: 06592 / 933-200, E-Mail : christina.kirst@wfg-vulkaneifel.de.

Dass die Kooperation bei der Firma apra norm vorgestellt wurde ist kein Zufall. Die Digitalisierung hat in Mehren (und an den anderen Standorten der Unternehmensgruppe) schon vor einigen Jahren Einzug gehalten. „Wenn wir jetzt nicht handeln, dann werden wir gehandelt“, nach diesem Motto beschreiben Stefan Meffert und Sabine Rademacher-Anschütz, die Geschäftsführer der apra-norm Elektromechanik GmbH, die Umsetzung von Industrie 4.0 in ihrem Unternehmen. Bei dem Hersteller von Gehäuse- und Schranktechnik versteht man Digitalisierung als Maßnahme der Zukunftssicherung. Begonnen hat der digitale Wandel hier mit der Einführung eines Online-Konfigurators für Frontplattendesign. Im Sinne eines agilen Unternehmens hat sich apra mit dieser Internet-Plattform zum Konfigurieren von Fertigungsteilen an die Veränderungen am Markt angepasst. Ihre Kunden können nun selbstständig Frontplatten auf ihre individuellen Wünsche hin bearbeiten. In einem nächsten Schritt sollen diese kundenspezifischen Änderungsdaten von dem Online-CAD in das interne ERP-System eingepflegt werden, um im Anschluss direkt an die produzierende Maschine übermittelt werden zu können. „Dadurch setzen wir unsere Idee von einem digitalen Auftragssystem in die Tat um“, so Meffert. Die Kooperation von WFG und Kompetenzzentrum begrüßen die apra-Geschäftsführer sehr. Sie empfehlen ihren mittelständischen Kollegen, die Ideen und Erfahrungen des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Kaiserslautern zu nutzen, um die eigene Firma in Richtung Digitalisierung zu entwickeln und neue Strukturen kennen zu lernen.

 

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